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Neue Location für Punkband : Feine Sahne Fischfilet spielen im B(r)auhaus

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Jan „Monchi“ Gorkow (l.) und Christoph Seil von Feine Sahne Fischfilet werden statt im Bauhaus nun im Brauhaus auftreten. Bild: dpa

Nachdem ein geplanter Auftritt der Punkband im Bauhaus Dessau abgesagt wurde, wird die Band um Sänger Jan „Monchi“ Gorkow nun doch in der Stadt auftreten – fast fünf mal so groß.

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          Eine Woche nach der Absage des geplanten Konzerts von Feine Sahne Fischfilet im Bauhaus Dessau hat die Band einen neuen Auftrittsort in der Stadt verkündet. Sie hätten eine Location gefunden, die fast fünf Mal so groß ist wie das Bauhaus, erklärten die Musiker am Donnerstagabend auf Facebook. Da das Ganze auf einem „Brauhaus-Gelände“ stattfinde, könnten sie ihr eigenes live@brauhaus machen. Der Vorverkauf startet am Freitag.

          Die Stiftung Bauhaus hatte das am 6. November geplante ZDF-Konzert der Musiker in der Reihe „zdf@bauhaus“ abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen im Internet zum Protest gegen den Auftritt aufgerufen hatten. Man habe Rechtsradikalen vor dem Bauhaus keine Plattform bieten wollen und das Bauhausgebäude als Unesco-Weltkulturerbestätte schützen wollen.

          Die Band aus Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich seit Jahren – vor allem in der ostdeutschen Provinz – gegen Fremdenfeindlichkeit. Die Absage durch das Bauhaus sei „auf vielen Ebenen“ erbärmlich“, sagte Sänger Jan „Monchi“ Gorkow der Deutschen Presse-Agentur.

          „Dass sich das Bauhaus selbst abschießt, dass sie ihre eigene Geschichte – die ja ganz klar links und antifaschistisch ist – mit den Füßen treten, ist eine große Enttäuschung“, ergänzte Gitarrist Christoph Sell. Dass das Weltkulturerbe geschützt werden müsse, sei auch insofern nicht nachvollziehbar, da dort bereits mehr als 100 Konzerte stattgefunden hätten.

          Ihn störe, dass sie als linke Antifaschisten oft mit Rechtsextremen gleichgesetzt würden. Das sei auch im Zuge der Bauhaus-Geschichte geschehen: „Das ist eine Frechheit, ich lass mich doch nicht mit Leuten gleichsetzen, die homophob sind, die den Holocaust leugnen. Wir wollen eine Gesellschaft ohne Rassismus, wir wollen eine Gesellschaft, die auf Demokratie aufgebaut ist.“

          Über die Anfrage, in einem solch geschichtsträchtigen Ort aufzutreten, hätten sie sich sehr gefreut. „Wir hätten es total schön gefunden, im Bauhaus zu spielen, weil wir diese Ambivalenz mögen“, sagte Monchi. So habe die Band beispielsweise 16 mal im ausverkauften Volkstheater Rostock gespielt. „Damals haben wir extra Lieder fürs Theater geschrieben, wir finden solche Experimente total interessant.“

          Tickets für das Konzert in Dessau kosten 25 Euro. Die Bühne müsse in die leere Location eingebaut werden, heißt es auf Facebook. Der Gewinn des Konzertes gehe an „Dessau Nazifrei“.

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