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FAZ.NET sucht Suhrkamp-Geschichten : So ein intellektuelles Gefühl

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Dem Suhrkamp Verlag droht als Folge des Streits seiner Gesellschafter die Auflösung. Wir suchen Leser-Geschichten, die an unvergessene Erlebnisse mit Autoren und Büchern erinnern. Schreiben Sie uns.

          Weil sich die Gesellschafter des Suhrkamp Verlags, die Unseld-Familienstiftung und die Medienholding Winterthur, über gar nichts mehr einigen können, droht jetzt per Gerichtsbeschluss die Auflösung des Verlags. Aber kann man sich eine geistige Republik ohne Suhrkamp überhaupt vorstellen?

          Das Haus, das 1950 in Frankfurt gegründet wurde und vor drei Jahren nach Berlin zog, hat die deutsche Kultur geprägt wie kein zweites. Suhrkamp war das linke Herz der alten Bundesrepublik und intellektueller Fixstern eines Milieus, das die Republik über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.

          Suhrkamp-Literatur, das waren früher Max Frisch, Martin Walser, Uwe Johnson, Thomas Bernhard, Hans Magnus Enzensberger, Ernst Bloch, Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas, Peter Handke, Bertolt Brecht oder Hermann Hesse, außerdem schöne Buchcover und Diskurse, die vielleicht nicht immer verständlich waren, aber stets das Gefühl vermittelten, wie es cool es sein konnte, ein Intellektueller zu sein.

          Der Neuanfang in Berlin weckte wieder ganz andere Kräfte, die so verschiedene Autorentemperamente zu Judith Schalansky, Stephan Thome und Clemens Setz zusammenbrachte. Suhrkamp, das ist der Verlag der großen Erzählungen. Und auch viele Leser haben ihre Geschichte mit Suhrkamp, sie haben Anekdoten zu ihrer Erfahrung mit der Dialektik der Aufklärung und ihre ganz eigene Sicht auf den Kosmos des Verlags.

          Hier ist das Forum, diese Geschichten zu erzählen: Schreiben Sie Ihr Suhrkamp-Erlebnis auf und schicken Sie es an die E-Mail-Adresse „lesergeschichten@faz.de“. Ob Leser, Lektor, Händler oder einfach nur Liebhaber – wir freuen uns über jede spannende Zuschrift.

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