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Sippels Sportstunde : Ist Sport wirklich gesund?

Laufen an der frischen Luft sorgt für ein gutes Gefühl. Bild: dpa

Sport hat viele positive Aspekte. Sport kann wie ein Medikament sein – nur ohne Nebenwirkungen. So weit, so gut. Doch das, was wie ein wunderbares Versprechen klingt, ist nur die halbe Wahrheit.

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          Neulich schrieb mir ein Freund: „Sport ist bei mir so ’ne Sache, das ist für mich Dauerbaustelle.“ Es hatte diesen Touch von: Sag jetzt nichts. Ich weiß, dass du diese Person bist, die den Nachbarn im Treppenhaus im Joggingoutfit ein schlechtes Gewissen macht. Trotzdem schoss mir direkt dieser Satz durch den Kopf, den ich vor einiger Zeit von einem Wissenschaftler gehört hatte: „Sport ist wie ein Medikament – nur ohne Nebenwirkungen.“

          Stefanie Sippel
          Sportredakteurin.

          Er zählte die Vorteile von Sport auf: Bewegung sei körperliche und seelische Prävention, senke den Blutzuckerspiegel, der Blutdruck werde niedriger, in Kombination mit der richtigen Ernährung könnten zudem die Cholesterinwerte gesenkt werden. Das Gespräch nahm jedoch eine nicht ganz so positive Wendung, klar, Sie wissen schon, was kommt: der Lockdown, weniger Bewegung, schlecht für die Gesundheit. In mir stieg ein beklemmendes Gefühl hoch. Würde ich das je wieder aufholen können? Und dann las ich diese Überschrift: „Marathon laufen hilft wenig, wenn man den ganzen Tag gesessen hat.“ Mein Joggingoutfit würde mich nicht retten. Und was würde erst dem Freund bevorstehen?

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