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Wie erkläre ich’s meinem Kind? : Warum uns Wolken nicht auf den Kopf fallen

  • -Aktualisiert am

Manche Wolken sehen aus wie Schäfchen, andere wie Pinselstriche. Aber keine von ihnen fällt herunter. Bild: dpa

Wolken stapeln sich manchmal zu riesigen Bergen auf. Warum fallen sie aber trotzdem nicht herunter sondern schweben so leicht wie Wattebäuschchen am Himmel?

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          Die Kolumne „Wie erkläre ich's meinem Kind?“ gibt es auch zum Hören – und zum Abonnieren, als Podcast. Auch diese Folge.

          Wolken am Himmel zu beobachten, kann großen Spaß machen und uns zum Träumen bringen. Manchmal sind es nur kleine Fetzen wie weiße Pinselstriche auf blauem Papier, manchmal türmen sie sich zu großen Bergen auf. Viele sehen aus wie Schäfchen, manche wie Hasen oder riesige Blumenkohlköpfe, vielleicht habt ihr auch schon einmal einen Elefanten am Himmel erkannt. Aber warum fällt uns dieser riesige, weiße Elefant eigentlich nicht auf den Kopf?

          Wolken sind noch viel schwerer als Elefanten, einige wiegen so viel wie eine ganze Horde der grauen Riesen. Dass sie trotzdem so leicht wie Watte am Himmel schweben, liegt an der Aufwärtsbewegung der Luft, Thermik genannt. Weil sich die Erde am Boden durch die Sonne erhitzt, ist die Luft dort viel wärmer als am Himmel. Warme Luft steigt, genau wie der Dampf von der heißen Schokolade, die jetzt im Herbst besonders gut schmeckt, immer nach oben und kann mehr Wasser speichern als kalte. Je höher die feuchte Luft aufsteigt, desto kälter wird sie und desto weniger Wasser kann sie speichern. Irgendwann ist es so kalt, dass sich um kleine Staubkörner, die überall herumschweben, ein Tropfen bildet. Ganz viele solcher Tropfen zusammen ergeben eine watteweiße Wolke.

          Eine solche Wolke ist also nichts anderes als eine große Menge Wasserdampf auf einem Haufen, der wie von einer riesigen, heißen Schokolade aufgestiegen ist. Das ganze Wasser ist zwar schwerer als tausend Elefanten, aber jeder einzelne Tropfen ist so winzig klein, dass er allein fast nichts wiegt. Trotzdem werden sie natürlich wie alles auf der Welt von der Schwerkraft heruntergezogen. Aber weil sie so leicht sind, fallen sie nur ganz langsam durch die zähe Luft, die immer noch nach oben steigt und die Tropfen mit sich reißt.

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          Eine illustrierte Auswahl von Beiträgen unserer Kolumne „Wie erkläre ich’s meinem Kind?“ ist bei Reclam erschienen.

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          Wolken können uns aber trotzdem manchmal auf den Kopf fallen – und zwar wenn es regnet. Weil sich die Luft innerhalb eines Wolkenbergs so viel bewegt, stoßen einige Tropfen zusammen und verbinden sich zu einem größeren Tropfen. Wenn das oft genug passiert und die Tropfen so groß und schwer geworden sind, dass sie nicht mehr von der aufsteigenden Luft nach oben getragen werden können, fallen sie als Regen auf die Erde hinunter. Dann hilft nur noch eins: schnell nach Hause und sich mit einer heißen Schokolade aufwärmen.

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