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Wie erkläre ich es meinem Kind? : Warum sich Ebola so rasend schnell verbreitet

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Bevor sie sich im Ebola-Zentrum von Harare in Zimbabwe an die Arbeit macht, zieht diese Frau Schutzkleidung an Bild: AP

Kinder brauchen nur einen Blick auf Menschen in Schutzanzügen auf Zeitungsbildern zu erhaschen, um auf Ebola aufmerksam zu werden. Wie erklärt man die Krankheit realistisch, ohne die Ängste zu verstärken?

          Ebola ist eine ansteckende Krankheit  - so wie Erkältungen oder Windpocken, aber mit viel schlimmeren Folgen für die Menschen, die sich anstecken. Ebola-Patienten bekommen hohes Fieber, müssen sich übergeben und bekommen Durchfall; irgendwann verlieren sie sehr viel Blut innerhalb ihres Körpers, weil ihre Blutgefäße undicht werden. Nicht bei allen verläuft die Krankheit so schwer, aber man weiß nie, wer Glück hat und sich erholt, und wer besonders schwer krank wird und an der Infektion stirbt. Die Krankheit bekam den Namen „Ebola“ nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo. Dort in der Nähe war die Krankheit vor fast vierzig Jahren zum ersten Mal aufgetreten.

          Eigentlich können die Menschen schon etwas tun, um sich vor Ebola zu schützen. In den Ländern Afrikas, in denen die Seuche im Moment vorkommt, wissen aber viele Menschen nicht, welche Regeln sie beachten müssen. Und, viel schlimmer noch: Das Wichtigste wäre, diejenigen, die plötzlich Zeichen der Krankheit entwickeln, in ein Krankenhaus zu bringen. Aber inzwischen sind die meisten Krankenhäuser voll und können keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Die betroffenen Länder in Afrika sind sehr arm, sie haben nur wenige Krankenhäuser und es gibt auch nicht genug Ärzte und Krankenschwestern.

          Es fehlt auch Geld, um schnell viele Menschen darüber zu informieren, wie sie sich vor Ebola zumindest versuchen können zu schützen. Außerdem haben viele Menschen nie eine Schule besucht und können deshalb weder lesen noch schreiben. Man kann deshalb keine Flugblätter mit langen Texten verteilen, um Aufklärung zu leisten. Es ist auch besonders schwer, Menschen zu vermitteln, wie sie sich vor einer Krankheit schützen, wenn sie wenig darüber wissen, wie Krankheiten eigentlich übertragen werden und dass sie von einem Menschen auf den anderen übergehen können.

          Kein Kontakt

          Im Moment versuchen Helfer, die Informationen über die Schutzmöglichkeiten möglichst weit zu verbreiten. Sie gehen zum Beispiel in Dörfer und hängen Plakate auf, in denen die wichtigsten Regeln auch in Form von Zeichnungen festgehalten sind, so dass man sie auch verstehen kann, wenn man nicht lesen kann. Auf den Plakaten steht dann zum Beispiel, dass man keinen körperlichen Kontakt zu Kranken haben sollte, sie nicht waschen oder verbinden darf. Man kann sich nämlich über viele Flüssigkeiten, die der Körper produziert, anstecken: Blut, Spucke, Urin zum Beispiel. Meist reicht es nicht aus, mit einer kranken Person einfach nur im selben Raum zu sein. Aber die Ärzte und Krankenschwestern, die den Kranken in Afrika helfen, müssen sehr nah an die Infizierten heran. Deshalb tragen sie ständig die Schutzkleidung, die man im Fernsehen und auf Zeitungsbildern sieht, und sogar Helme, die das Gesicht und damit die Lippen, die Nase und die Augen schützen, wo der Ebola-Erreger durch einen Spucke- oder Blutstropfen hingeraten könnte. Die Menschen, die nicht als Ärzte oder Krankenschwestern arbeiten, pflegen kranke Familienmitglieder, ohne einen Schutzanzug zu haben, und stecken sich dann oft selbst an. Deshalb melden die Nachrichten im Moment dauernd steigende Zahlen; ein Mensch, der den Ebola-Erreger in seinem Körper hat, steckt häufig mehrere Menschen an, bevor er ein Bett in einem Krankenhaus bekommen kann, wo er abgeschirmt wird und nur noch auf Ärzte und Schwestern in Schutzkleidern trifft.

          Ebola-Erreger sind winzig klein, so klein, dass man ein Mikroskop braucht, um sie überhaupt sehen zu können. Sie haben die Form von langen Fädchen. Es sind Viren. Viren sind eigentlich keine richtigen Lebewesen. Sie bestehen fast nur aus einer Hülle. Um neue Viren produzieren zu können und sich auf immer mehr Menschen zu verbreiten, müssen Viren erst einmal in einem Menschen angekommen sein und sich dort im Körper Hilfsmittel „leihen“, die eigentlich dem Menschen gehören. Ohne einen Menschen oder ein Tier können Viren nicht immer mehr werden.

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