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Wie erkläre ich´s meinem Kind? : Warum uns die Sonne gefährlich werden kann

  • -Aktualisiert am

Sommer, Sonne, Park kann so entspannend sein. Bild: Picture-Alliance

Alle lieben die Wärme und das Licht der Sonne. Aber ihre Strahlen können großen Schaden anrichten, wenn man sich nicht vor ihnen schützt. Wieso schadet zu viel Sonne? Und was kann man dagegen tun?

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          Die meisten Kinder mögen den Sommer. Dann gibt es Erdbeeren, Eis und man kann Baden gehen. Zumindest wenn es warm ist und die Sonne scheint. Eigentlich ist die Sonne gut, denn sie macht den Menschen gute Laune und hilft dem Körper, Vitamine herzustellen. Vitamine sind kleine Stoffe, die der Körper für viele Aufgaben braucht und nicht selber herstellen kann. Die Zitrone zum Beispiel hat ganz viele davon und ist deswegen gesund. Wenn das Sonnenlicht nun auf die Haut trifft, dann entstehen in der Haut Vitamine. Sonnenstrahlen sind also auch gesund.

          Aber leider muss man im Sommer mit der Sonne auch fürchterlich aufpassen, denn die Sonnenstrahlen können auch Schaden anrichten. Das Gemeine ist, dass man den Schaden nicht immer direkt merkt, anders als zum Beispiel bei einem Wespenstich. Bei der Sonne dauert es länger, bis man etwas merkt, manchmal sogar sehr viel länger.

          Wenn die Sonne einem zu lange auf den Kopf geschienen hat, kann man davon einen Hitzschlag bekommen. Dann wird einem ein paar Stunden später furchtbar übel und schwindelig und man ist durcheinander. Mancher redet dann sogar wirres Zeug und muss ins Krankenhaus. (Obwohl das selten passiert, meist geht es einem nach ein paar Stunden besser!) Der Hitzschlag kommt daher, dass die Sonne das Gehirn aufwärmt. Das macht die Sonne mit Infrarotstrahlung. Die kennt man vielleicht von den alten Rotlichtlampen, die manche Eltern benutzen, wenn sie Rückenschmerzen haben. Wenn das Gehirn dann zu warm geworden ist, spielt es ein bisschen verrückt. Der Hitzschlag ist da und dem Kind geht es schlecht.

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          Aber noch schlimmer ist der Schaden, den die Sonne an der Haut anrichten kann. Jeder kennt ja einen Sonnenbrand. Wenn man sich nicht mit Sonnencreme eingerieben hat und zu lange in der Sonne war, wird die Haut danach rot und warm, juckt und tut weh. Nach ein paar Tagen pellt sie sich richtig. Das ist unangenehm. Viel schlimmer aber ist, dass sich die Haut jeden Sonnenbrand merkt. Wie alle Organe besteht sie nämlich aus kleinen Bausteinen, den Zellen. Zellen wiederum besitzen das Erbgut, das jedes Lebewesen einzigartig macht. Das Erbgut enthält viele wichtige Informationen über uns, wie zum Beispiel Haarfarbe und Augenfarbe. Wir erben es von unseren Eltern, deswegen heißt es Erbgut.

          Ein gewisser Teil des Sonnenlichts schädigt nun das Erbgut, es werden kleine Fehler eingebaut. Diese Fehler merken sich die Hautzellen leider das ganze Leben. Mit jedem Sonnenbrand kommen neue Fehler in den Hautzellen hinzu. Wenn das Erbgut einer Zelle irgendwann zu viele Fehler hat und dann auch noch Pech hinzu kommt, kann eine Zelle verrückt spielen. Das passiert erst bei Erwachsenen, oft erst, wenn sie schon Omas und Opas sind, ist aber gar nicht lustig. Denn wenn eine Zelle verrückt spielt und nicht mehr auf ihre Nachbarn hört, dann nennt man das Krebs. Die Krebszelle fängt dann ganz schnell an, sich zu vermehren und der Krebs wächst dorthin, wo er nicht hingehört. Und das kann ganz schlimm enden. Jeder weiß ja, dass man an Krebs sogar sterben kann. So können die Sonnenbrände, die Kinder bekommen viele viele Jahre später Hautkrebs verursachen.

          Man muss also aufpassen mit der Sonne. Aber wenn man ein paar einfache Regeln im Kopf behält, ist das gar nicht schwer. Um einen Sonnenstich zu vermeiden, sollte man, wenn man länger in der Sonne ist, einen Sonnenhut tragen. Um einen Sonnenbrand zu vermeiden, der viele viele Jahre später zum Hautkrebs werden kann, sollte man sich immer mit Sonnencreme eincremen. Im Sommer sogar dann, wenn es wolkig ist. Am Allerbesten ist es aber sowieso, wenn man nach kurzer Zeit in der Sonne schnell wieder in den Schatten geht. Da ist es im Moment ohnehin warm genug.

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