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„Wer das macht, hat kein Herz“ : Spielplatz in Flammen

Beschädigt: Die Flammen erfassten zwei Container auf dem Abenteuerspielplatz, in denen vor allem Werkzeuge und Malutensilien untergebracht sind. Bild: Rainer Schulze

Gemeinhin toben und klettern Kinder auf dem Frankfurter Abenteuerspielplatz „Günthersburg“ nach Herzenslust. Derzeit aber nicht. Grund ist ein Brand. Kaninchen verbrannten. Hat jemand das Feuer bewusst gelegt?

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          Auf dem Frankfurter Abenteuerspielplatz „Günthersburg“ ist derzeit niemandem nach ausgelassenem Spiel zumute. Wo sich sonst schon vormittags die Mütter und Väter aus dem Stadtteil Nordend treffen, um ihre Kinder auf dem weitläufigen Areal toben zu lassen, herrschte bedrückte Stimmung. Es hatte in der Nacht gebrannt. Die Flammen erfassten zwei Container, in denen vor allem Werkzeuge und Malutensilien untergebracht sind.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vor allem aber brannte ein Holzstall, in dem die beiden Zwergkaninchen Paulina und Rumpel untergebracht sind – die beliebten Bewohner des Spielplatzes. Ein Vater, der mit seinen beiden kleinen Kindern nach dem Feuer auf den Spielplatz kam und das ganze Ausmaß des Schadens sah, musste zunächst einmal seine Kinder trösten. Seitdem frage er sich, wer zu so etwas imstande ist. „Wer so etwas macht, der hat doch kein Herz.“

          Gezielt in Brand gesteckt?

          Tatsächlich macht an diesem Nachmittag schnell das Gerücht die Runde, dass jemand den Spielplatz gezielt in Brand gesteckt hat. Die Polizei kann das jedoch nicht bestätigen. Den Brandort haben die Beamten schon am Morgen untersucht und mit Flatterband abgesperrt. Am Donnerstag Nachmittag hieß es weiterhin, die Brandursache stehe noch nicht fest. „Es kann alles sein – von einem technischen Defekt bis hin zu fahrlässiger oder gar vorsätzlicher Brandstiftung. Das wird jetzt geklärt“, so eine Sprecherin.

          Dass das Feuer möglicherweise nicht vorsätzlich gelegt wurde, ist für die Eltern nur ein schwacher Trost – wenngleich niemand daran glaubt. „Der Aufbau wird wahrscheinlich lange dauern“, sagt der Vater mit den zwei kleinen Kindern. „Vor allem die Kaninchen kann man nicht ersetzen.“ Er hofft, dass die Ursache so schnell wie möglich geklärt wird. „Das hier ist ein Paradies für Kinder. Und soll es auch bleiben.“

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