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Abitur in der Pandemie : Corona lässt ihre Träume platzen

Pläne auf Eis: Augustin Berghof (links) und Till Müller haben im Corona-Jahr Abitur gemacht. Bild: Diana Cabrera Rojas

Das Virus hat den Abitur-Jahrgang 2020 zu einem besonderen gemacht. Keine Feste und Feiern, die Freiheit mit Reisen und Abenteuern, die beste Zeit im Leben – alles ist vertagt.

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          Traumberuf in Frage gestellt

          Von seinen schulischen Leistungen her könnte sich der alte Till Müller aussuchen, was er machen möchte. Der Achtzehnjährige von der Musterschule kann alles, und das gut. Für die erste Zeit nach dem Abitur hatte er sich noch nichts Festes vorgenommen: Er habe mit verschiedenen „Ideen gespielt“, sagt er. Zunächst wollte er ein bisschen arbeiten, um von dem Geld für zwei oder drei Monate durch Südamerika zu reisen, sich Buenos Aires anschauen, den Rest von Argentinien und auch Chile bereisen. Danach, so seine Vorstellungen, wollte er studieren, am liebsten im Ausland oder gleich Pilot werden. „Maschinen und alles, was mit der Technik und dem Fliegen zu tun hat“, haben ihn nach eigenen Angaben von klein auf begeistert.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Während der gesamten Oberstufenzeit sei er davon ausgegangen, dass er die Ausbildung zum Piloten mache. „Ich war froh, etwas gefunden zu haben, von dem ich dachte, dass es mir Spaß macht.“Nun sei er „ein wenig verunsichert“. Das Aufnahmeverfahren für die Pilotenausbildung sei auf einen ungewissen Zeitpunkt verschoben worden. Das Studium mit einem Auslandssemester zu beginnen, das dann als Online-Angebot stattfinde, kann er sich nicht vorstellen. „Ich möchte nicht irgendwo sein ohne Mitstudenten, ohne das Leben in der Stadt kennenlernen zu können, und im Studentenwohnheim am Computer sitzen“, sagt er. Sein Wunsch war es eigentlich, wenn er nicht Pilot werde, dann das gesamte Studium im Ausland zu absolvieren. Till neigt nicht dazu, eine Situation zu dramatisieren. Doch alle seine Träume und Ideen sind durch Corona zerplatzt. Er werde jetzt „irgendetwas in Deutschland anfangen zu studieren“, er habe viele Interessen.

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