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Folgekosten des Verkehrs : Autofahren ist viel zu billig

Ein utopisches Bild? Mit Straßen kann man an autofreien Tagen viel Sinnvolles anfangen. Bild: Picture-Alliance

Das Auto verursacht Schäden, die von der Gesellschaft getragen werden. Müssten die Autofahrer diese Kosten selbst zahlen, käme nicht nur die Klimapolitik in Bewegung.

          5 Min.

          Das Auto, in Deutschland ein Statussymbol und Freiheitsgarant, ist ein komplexes, gesellschaftlich tief verwurzeltes Produkt. Oberflächlich betrachtet, hat es einen erheblichen Nutzen für den Einzelnen, fügt der Gesellschaft insgesamt aber großen Schaden zu: Folgekosten von Unfällen, die nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, Luftverschmutzung, Umwelt- und Klimaschäden, Lärm. In der Ökonomik nennt man diese Faktoren „externe Kosten“. Sie haben zur Folge, dass das Autofahren kostengünstiger ist, als es sein dürfte. Das Auto ist ein indirekt subventioniertes Produkt, das für die Gesellschaft ungesund, teuer und für die Umwelt schädlich ist.

          Uwe Ebbinghaus
          Redakteur im Feuilleton.

          Untersuchungen des Umweltbundesamts und des Verkehrsdepartements der Schweiz sowie eine Studie im Auftrag der europäischen Grünen aus dem Jahr 2013 haben diese Kosten schon vor Jahren pauschal berechnet und lassen einen gemeinsamen Kostenrahmen erkennen: Demnach werden durch jeden gefahrenen Kilometer – über Kfz-Steuer, die Mineralölsteuer und die Autoversicherung hinaus – auf der Schadenseite zwischen fünf und fünfzehn Cent fällig. Bei 14000 Kilometern, die deutsche Autofahrer durchschnittlich im Jahr motorisiert zurücklegen, wären das zwischen siebenhundert und 2100 Euro.

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