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Empfang bei Rowohlt : Bewaffnete in der Schirn

Drohte ein Gedicht zur Finanzkrise an: Rolf Hochhuth bei Rowohlt Bild: Helmut Fricke

Bei Rowohlt droht Rolf Hochhuth ein Gedicht über die Finanzkrise an - er hat es allerdings vergessen, schickt es aber per Mail. Nur so viel: Er rät, in Eigenheim zu investieren. Verlagschef Fest würdigt die hundertjährige Philosophie des Verlages: „All I want is everything.“

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          Warum sich nur keiner findet, der dem bösen Geiste der Welt die Kugel durch den Kopf jagt, sagt Rolf Hochhuth. Er zitiert Kleist, 1805, über Napoleon. Den Rest, den er auf der Rowohlt-Party gesagt hat über Banker und Krise, dürfen wiederum wir nicht zitieren, nur so viel: Hochhuth rät, in Eigenheim zu investieren, er hat ein Gedicht über die Krise geschrieben, zwanzig Zeilen lang, kleistinspiriert, hat er leider nicht dabei, will er aber mailen.

          Tobias Rüther

          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Dann sieht er Wolfram Siebeck im Hof der Schirn, wo sie dieses Jahr alle stehen, Heinz Strunk, Stefan von Holtzbrinck, Petra Gerster, weil man hier rauchen kann, doch die zwei reißt die Rede auseinander, die Hochhuths Verlagschef fest an die Gäste hält: „All I want is everything“, sagt der. Klingt börsianisch, ist Hemingway und soll die Philosophie des hundertjährigen Verlags beschrieben. Nicht ganz so lang dauert die Party, ist aber seit 1908 die vollste der Messe.

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