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Eklat in Indonesien : Der Besuch der deutschen Dame

  • -Aktualisiert am

Residenz des deutschen Botschafters in Jakarta Bild: Picture-Alliance

Warum schmeicheln sich deutsche Institutionen bei Fanatikern ein? Eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Jakarta hat mit der kruden Wahl ihrer Gesprächspartner einen handfesten diplomatischen Skandal ausgelöst.

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          Die Deutsche Botschaft in Indonesien hat einen Skandal verursacht, der sich nun noch weiter zu steigern scheint. Der Grund: Eine Mitarbeiterin der Botschaft hat am 18. Dezember die größte und jenseits des bewaffneten Terrorismus auch gefährlichste islamistische Organisation des Landes besucht. Sie heißt FPI, auf Deutsch steht das Kürzel für „Front der Verteidiger des Islams“. Ob der diplomatische Besuch aus „menschenrechtlichen“ Gründen erfolgte, wie die FPI zunächst behauptete, bleibt unklar und wäre grotesk: Die „Front“ befindet sich seit vielen Jahren im Dauerkonflikt mit dem demokratisch gewählten Präsidenten Indonesiens, Joko Widodo, zu dessen Sturz sie wiederholt aufgerufen hat. Eine Konfrontation der FPI mit indonesischen Sicherheitskräften führte erst vor kurzem zu sechs Todesopfern auf Seiten der „Front“. Verschiedene indonesische Social-Media-Accounts ätzten, womöglich hätte sich die deutsche Diplomatin für den Dschihad anmelden wollen.

          Am Montag dieser Woche verbreitete die Botschaft dann eine Pressemitteilung: Die nicht benannte Mitarbeiterin habe „unabgesprochen“ gehandelt und sich nur zur Klärung von „Sicherheitsfragen“ mit der FPI getroffen. Grund sei eine Demonstration zur Erinnerung an ihre jüngst von der Polizei getöteten Mitglieder, deren Route an jenem Freitag unter anderem auch an der Deutschen Botschaft vorbeiführte.

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