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Allein, aber nicht hilflos : Einsamkeit hat viele Namen

Wenn jemand am anderen Ende der Leitung abnimmt, ist das für Viele schon ein Trost,. Bild: dpa

Noch nie wurde so viel kommuniziert wie heute. Was ist mit der rasant steigenden Zahl derer, die allein sind? Ein Tag bei der Telefonseelsorge.

          6 Min.

          Was für ein strahlender Tag! Die Sonne scheint, die Springbrunnen plätschern, und auf den Spielplätzen ziehen sie sich schon die Schuhe aus. Ein Glück, am Leben zu sein, das alles genießen zu können, die Freizeit, das Kinderlachen, den Eiskaffee – für die einen. Die anderen sitzen in ihrem Zimmer und lassen die Jalousien herunter. Das Glück der anderen überzeugt sie nicht, kein schönes Wetter kann ihre Schwermut lindern.

          Simon Strauß

          Redakteur im Feuilleton.

          Sie kämpfen mit sich selbst und ihrer Vergangenheit, mit Krankheit, Unrecht und den schmerzhaften Bedingungen ihrer Existenz. Manchmal, wenn es gar nicht mehr geht, nehmen sie eine Tablette. Oder sie greifen zum Telefonhörer. Rufen an. Bekommen Antwort: „Guten Tag, hier ist die kirchliche Telefonseelsorge“. – „Hallo, ich würde gern reden. Ich kann schon seit Tagen nicht schlafen und ich weiß nicht mehr weiter...“

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