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Die SPD in Duisburg : Sie haben Kurt

Kippen gilt nicht: Gesine Schwan neben Ralf Stegner bei der Regionalkonferenz in Duisburg Bild: dpa

Willy Brandt belegt in der ewigen Bestenliste der SPD-Vorsitzenden immer noch Platz eins, aber es muss ja weitergehen mit der Partei. Eindrücke von der Regionalkonferenz in Duisburg, wo sich 24 Personen um Brandts Nachfolge bemühen.

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          Nach der einundzwanzigsten Vorstellungsrunde der Kandidaten liegt der Favorit uneinholbar vorne. Platz eins in der ewigen Bestenliste der SPD-Vorsitzenden ist Willy Brandt nicht zu nehmen. Von den vierundzwanzig Personen, die das Amt seit 1890 innehatten, wurden gestern in der Duisburger Mercatorhalle von den sieben Frauen und sieben Männern, die diese Reihe fortsetzen möchten, drei namentlich genannt. Siebenmal wurde der Vorsitzende der Jahre 1964 bis 1987 beschworen.

          Patrick Bahners

          Feuilletonkorrespondent in Köln und zuständig für „Geisteswissenschaften“.

          Als Willy Brandt Bundeskanzler war, betrieb er eine „globale Friedenspolitik“, die Gesine Schwan und Ralf Stegner wieder aufnehmen wollen. Die emeritierte Professorin für Politologie und der Schüler des Politologen Wilhelm Hennis treten als das Duo der unwahrscheinlichen Standfestigkeit an. Alle Bewerber nehmen eine lebensgeschichtliche Kontinuität durchgehaltener Überzeugungen für sich in Anspruch. Christina Kampmann nannte als ihr sozialdemokratisches Urerlebnis ihren Dienstantritt im Sozialamt, wurde aber von Saskia Esken überboten, der schon im Kindergarten die soziale Ungleichheit ins Auge fiel. Schwan und Stegner setzen darauf, dass man ihnen die im politischen Berufsleben jederzeit zweifelhafte Konsistenz der Standpunkte angesichts ihres summierten Lebensalters doppelt gutschreibt. In Schwans Worten haben sie „ein Leben lang gezeigt, dass wir nicht kippen“.

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