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Lemberg in der Ukraine : Hier sind noch nicht alle Geschichten erzählt

  • -Aktualisiert am

Als wär‘s ein Stück von Österreich: der Lemberger Marienplatz mit dem Mickiewicz-Denkmal in der Zeit vor 1945 Bild: ddp Images

Das Salz der Erde hat sich noch nicht aufgelöst: Ein Lemberger Zentrum eröffnet neue Zugänge zur dunklen Vergangenheit der westukrainischen Metropole.

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          Mehr als ein Jahrzehnt schon betreibt der Schweizer Historiker Harald Binder von Wien aus eine Stiftung, die die Arbeit des Lemberger Zentrums für Stadtgeschichte Ostmitteleuropas finanziert. Die Stiftung ist noch in Österreich registriert. Doch als Reaktion auf den immer deutlicheren Schulterschluss zwischen Österreich und Russland plant Binder ihre Verlegung in die Schweiz. „Angesichts der auf Russland fixierten, gegenüber der Ukraine ignoranten und unsensiblen Politik der Regierenden hat Österreich jede Sympathie bei jenen verspielt, die sich für die Zukunft der Ukraine einsetzen“, erklärt der Wissenschaftler.

          Das Zentrum liegt in der Bohomolzja-Straße unweit des mittelalterlichen Stadtkerns der westukrainischen Metropole. Die Handschrift des „Lviv Centers“ ist schon am Beginn der Straße zu erkennen. Eine Tafel informiert auf Ukrainisch und Englisch über Ivan Lewinskyi, der Lemberg als Architekt prägte. Im Zentrum werden auf drei Etagen alte Photographien digitalisiert, die Bibliothek erweitert und die nächste Ausstellung vorbereitet. An den Holztischen im Hof arbeiten am Vormittag die Informatiker, Historiker und Kulturmanager.

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