https://www.faz.net/-gqz-olhm

Ehrungen : Golden Globes für Sean Penn und „Herr der Ringe“

  • Aktualisiert am

Diese Herren stehen für den „Herrn der Ringe” - unter anderen Bild:

Bei der 61. Verleihung der Golden Globes, traditionell wegweisend für die Vergabe der Oscars, versäumte der eigenwillige Amerikaner Sean Penn mal wieder seine Ehrung. Der deutsche Beitrag „Good bye, Lenin!“ ging leer aus.

          2 Min.

          Bei den diesjährigen Golden Globes hat Charlize Theron den begehrten Filmpreis in der Kategorie Drama gewonnen. Die Südafrikanerin wurde bei der Gala am Sonntag abend in Los Angeles für ihre Rolle in „Monster“ geehrt. „Das ist total verrückt. Ich, die ich von einem Bauernhof in Südafrika komme“, freute sich Theron, als sie den Preis aus den Händen von Jack Nicholson entgegennahm. Sean Penn erhielt den Golden Globe für sein Spiel in „Mystic River“. In der Sparte Komödie wurden Diane Keaton und Bill Murray ausgezeichnet. Den Regiepreis gewann Pete Jackson für „Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs“, der auch bestes Drama wurde. Zur besten Komödie wurde „Lost in Translation“ von Sofia Coppola gekürt.

          Theron stach unter anderen Nicole Kidman, Uma Thurman und Cate Blanchett aus. Die blonde Schauspielerin hatte für die Rolle einer mordenden Prostituierten in „Monster“ rund 15 Kilogramm zugelegt. Penn war bei der Preisverleihung nicht anwesend. An seiner Stelle nahm Regisseur Clint Eastwood den Golden Globe entgegen, der selbst für den Regiepreis nominiert war. Anwärter neben Penn waren Russel Crowe, Tom Cruise, Ben Kingsley und Jude Law gewesen. Als bester Nebendarsteller wurde Tim Robbins ausgezeichnet, der ebenfalls in „Mystic River“ spielt.

          Diane Keaton dankte für ihre „Wiederentdeckung“

          Murray wurde für seine Leistung in „Lost in Translation“ geehrt. In seiner Danksagung hob er besonders die Regisseurin Coppola hervor. Ihr Film sei so gut, daß wohl jeder Schauspieler im Saal neidisch auf ihn sei. Neben Murray waren unter anderen Johnny Depp, Jack Nicholson und Billy Bob Thornton nominiert. Coppola wurde mehrfach geehrt: Ihr Film gewann nicht nur in der Kategorie beste Komödie/Musical. Die Tochter von Francis Ford Coppola wurde auch für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

          Sir Peter Jackson, Regisseur von „Herr der Ringe”

          Diane Keaton bekam den Golden Globe als beste Darstellerin in einer Komödie. Die 58jährige nahm den Filmpreis für ihre Rolle in „Something's Gotta Give“ (Was das Herz begehrt) entgegen. Sie danke Regisseurin Nancy Meyers für ihre „Wiederentdeckung“, sagte Keaton in Anspielung auf ihr Alter. Gemeinsam mit ihrem Filmpartner Jack Nicholson sei sie 125 Jahre alt, scherzte die Geehrte, die sich unter anderem gegen Jamie Lee Curtis, Diane Lane und Scarlett Johansson durchsetzte.

          Als beste Nebendarstellerin wurde die Schauspielerin Renee Zellweger für ihre Rolle in dem Bürgerkriegsdrama „Cold Mountain“ geehrt. Es ist bereits ihr zweiter Golden Globe, nachdem sie vergangenes Jahr als beste Darstellerin in dem Musical „Chicago“ gewonnen hatte.

          Michael Douglas für sein Lebenswerk geehrt

          Der Neuseeländer Jackson widmete die Auszeichnungen für den dritten Teil des „Herrn der Ringe“ dessen Schöpfer J.R.R. Tolkien. Für die Verfilmung der Trilogie benötigte der Regisseur insgesamt sieben Jahre. Als bester ausländischer Film wurde „Osama“ von dem Afghanen Sedigh Barmak ausgezeichnet. „Dies ist ein wunderbarer Augenblick für mich und mein Volk“, sagte der Regisseur in seiner Dankesrede. Sein Film erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens zur Zeit der Taliban-Herrschaft.

          Deutsche Hoffnungen wurden dagegen enttäuscht. Wolfgang Beckers Ost-West-Komödie „Good Bye, Lenin!“ in der Sparte nicht-englischsprachiger Film und Hans Zimmers Filmmusik für „Last Samurai“ gingen leer aus.

          Michael Douglas erhielt den Cecil-B.-DeMille-Sonderpreis für sein Lebenswerk. Der 59jährige, der mit seiner Frau und Schauspielerkollegin Catherine Zeta-Jones erschien, erhielt stehende Ovationen. Douglas bekam den Preis von Danny de Vito und Sharon Stone, mit der er den Film „Basic Instinct“ drehte. Sein Vater Kirk Douglas bekam denselben Preis vor 35 Jahren.

          Die Golden Globes wurden zum 61. Mal von der Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Sie gelten als wegweisend für die Oscars, die Ende Februar verliehen werden.

          Weitere Themen

          Was war das denn?

          Florian Illies’ Rowohlt-Abgang : Was war das denn?

          Der Abgang von Florian Illies beim Rowohlt lässt den Verlag nicht gut dastehen. Nun äußern sich die Schriftsteller Daniel Kehlmann, Eugen Ruge und Lucy Fricke zu der Posse.

          Künstlerin der Nacht Video-Seite öffnen

          Malen in der Dunkelheit : Künstlerin der Nacht

          Die Künstlerin Silke Silkeborg stellt sich seit zehn Jahren der Herausforderung, die Nacht zu malen. Mehrmals in der Woche setzt sie sich mit ihrer Leinwand in die Dunkelheit und malt das, was es trotzdem zu sehen gibt.

          Topmeldungen

          Eingangstor zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau

          Antisemitismus : Kein Respekt in KZ-Stätten

          Beschmierte Gedenkstätten und Lehrer, die im Unterricht nicht über die Judenverfolgung der Nazis zu sprechen: Fachleute beobachten wachsenden Antisemitismus und Desinteresse an der Geschichte. Digitale Lösungen könnten Abhilfe schaffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.