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Ehemaliger Stadtschreiber : Ulrich Schacht ist verstorben

  • Aktualisiert am

Ulrich Schacht 2007 in Dresden Bild: ddp

Sein Buch „Brandenburgische Konzerte“ hatte Ulrich Schacht als Schriftsteller bekannt gemacht. Der ehemalige Dresdner Stadtschreiber ist nun mit 67 Jahren in seiner Wahlheimat Schweden gestorben.

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          Der Autor und Publizist Ulrich Schacht ist im Alter von 67 Jahren in seiner Wahlheimat Schweden verstorben, wie die „Sächsische Zeitung“ am Montagabend berichtete.

          Schacht wurde im Frauengefängnis Hoheneck geboren und studierte in Rostock und Erfurt Theologie. Im Jahr 1973 wurde er wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Haft verurteilt, 1976 wurde er in die Bundesrepublik entlassen. In Hamburg studierte er Politologie und Philosophie. Sein Buch „Brandenburgische Konzerte“ machte Ulrich Schacht 1989 als Schriftsteller einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Er verfasste Gedichte, Romane und Erzählungen. Auch arbeitete er als Journalist.

          Schacht wurde 2007 zum Dresdner Stadtschreiber berufen. Dies hatte zum Protest einiger Stadträte geführt: Schacht war unter anderem auch als Autor für die rechte Zeitung „Junge Freiheit“ tätig. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er den Roman „Notre Dame“. 2018 unterzeichnete Ulrich Schacht die „Gemeinsame Erklärung“ von Künstlern und Wissenschaftlern gegen eine „Beschädigung Deutschlands“ durch „illegale Masseneinwanderung“. 

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