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Bilderserie : Schmythologie

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Bild: Jochen Schmidt, Line Hoven

Wer nicht Griechisch kann, kann gar nichts“ - diese Erkenntnis inspirierte den Schriftsteller Jochen Schmidt und die Illustratorin Line Hoven nach ihrer erfolgreichen F.A.Z.-Serie „Duddenbrooks“ zu einem neuen, diesmal etymologischen Gemeinschaftsprojekt.

          Jochen Schmidt, der 1970 geborene Berliner Schriftsteller mit der Faszination für Fremdsprachen, hat im Zuge seiner intensiven Beschäftigung mit den unterschiedlichsten europäischen Idiomen eine alte Erkenntnis von Joseph Justus Scaliger bestätigt gefunden: Wer nicht Griechisch kann, kann gar nichts. Zahllose Begriffe in den modernen Sprachen verdanken sich dem Altgriechischen. Im Zeichen dieses Mottos wird die neue Serie stehen, die wieder kleine Geschichten bietet, die sich aber nicht mehr an Personen orientieren, sondern an Begriffen, die ihren etymologischen Ursprung in der griechischen Sprache haben.

          Ein paar Beispiele gefällig? Stören Sie sich aber nicht daran, wenn nicht alle geläufg sind. Myrmekologie, Hapaxlegomenon, Amethyst, Creme, Tachyphagie. Zwei davon dürften allgemein bekannt sein. Aber wer wüsste, dass das Wort „Creme“ griechischen Ursprungs ist? Beim Amethyst hätten es sich sprachversierte Leser denken können, aber was hat der violette Stein mit dem griechischen Wort für Wein zu tun? Solche Fragen wird die Serie beantworten, aber weder lexikalisch noch streng etymologisch, sondern eben erzählend, und wieder wird Line Hoven, die 1977 geborene Hamburger Illustratorin mit der Faszination für Schabkarton, dazu Bilder in ihrer bevorzugten Technik erstellen, die das Erzählte weniger bebildern als es bereichern.

          Ein Wort, das sich auch dem Griechischen verdankt, aber vor allem im Französischen und Englischen als gängig gelten darf, ist „Amphigorie“ als Bezeichnung für eine Nonsensdichtung. Der amerikanische Illustrator Edward Gorey, eines der großen Vorbilder von Line Hoven, spielte mit diesem Begriff, als er eine Sammelausgabe von fünfzehn seiner Bildergeschichten „Amphigorey“ nennen ließ. An dieses Prinzip anknüpfend, wird unsere neue Serie „Schmythologie“ heißen, um die Verbindung von Autor und Erzählverfahren mit einem Neologismus (schon wieder so ein griechischstämmiges Wort) deutlich zu machen. Aber die Einordnung tut gar nichts zur Sache, denn es soll die Freude am Umgang mit der Sprache im Mittelpunkt stehen.

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