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Drei souveräne Roman-Debüts : Raus aus dem alten Leben!

Katharina Adler Bild: Christoph Adler

Drei souveräne literarische Sommer-Debüts, die je auf ihre Weise das Diktat der totalen Gegenwart abschütteln: Von befreiten Urgroßmüttern, taumelnden Therapeuten und einem vom Himmel fallenden Mann.

          6 Min.

          Es gibt literarische Debüts, die gar nichts Debüthaftes an sich haben. Romane, die man liest, ohne dabei auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es erste Romane sind. Sie kommen mit voller Wucht als Werk daher, weshalb man ihren Autoren gerne den ohnehin zu gönnerhaft klingenden Titel der „Debütantin“ oder des „Debütanten“ erspart. Es sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller. In diesem Sommer: Katharina Adler, Julia von Lucadou und Gianna Molinari.

          Julia Encke

          Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dass ihre Bücher so viel Kraft haben, liegt auch an dem, was sie nicht sagen, worauf sie verzichten, wogegen sich die Autorinnen entschieden haben. Bei dem Buch der 1980 in München geborenen Katharina Adler jedenfalls ist das der Fall. „Ida“ heißt ihr Roman. Katharina Adler ist die Urenkelin von Ida Bauer, die 18 Jahre alt war, als sie sich 1899 in Wien in der Berggasse bei Sigmund Freud in Behandlung begab – oder besser: begeben sollte. Ihr Vater, ein Bekannter Freuds, schickte sie dorthin.

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