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Parallelaktion zur „Staatsaffäre“ : Veronica Ferres im Live-Twitter-Desaster

  • -Aktualisiert am

Checkt sie hier gerade ihren Twitter-Account? Veronica Ferres als Kanzlerin Anna Bremer. Bild: Sat.1

Parallel zur Ausstrahlung von „Die Staatsaffäre“ in Sat.1 stellte sich Hauptdarstellerin Veronica Ferres am Dienstagabend den Fragen ihrer 69.000 Twitter-Follower. Die Mitmachaktion floppte genauso wie der Film.

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          Mit 2,65 Millionen Zuschauern blieb die TV-Satire „Die Staatsaffäre“ am Dienstag quotenmäßig weit hinter den Erwartungen zurück. „Kanzlerin Veronica Ferres scheitert an 10%-Hürde“, kommentierte das Online-Magazin Meedia süffisant. Mit einem Marktanteil von 9,2 Prozent stand das vermeintliche Event nicht sonderlich hoch in der Gunst der Zuschauer. Dabei war der TV-Abend noch von Sender und Hauptdarstellerin und sogar über den offiziellen Twitter-Deutschland-Account angekündigt und mit einer interaktiven Twitter-Fragerunde mit Veronica Ferres schmackhaft gemacht worden.

          Und die Twitter-Nutzer fragten, allerdings nicht so, wie man es sich bei Sat.1 vielleicht gewünscht hätte.

          Im Verlauf des Filmes kommentierte Ferres zudem unermüdlich und beinahe im Minutentakt das Gezeigte unter dem Hashtag #diestaatsaffäre und gab sich redlich Mühe, die Twitter-Gemeinde einzubinden: Kann das wirklich sein? Ist euch so etwas auch schon einmal passiert? Ob das wirklich gut ist? So oder so ähnlich klangen all ihre naiv-bemühten Publikumsansprachen.

          Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich #diestaatsaffäre zum Sammelbecken für hämische Sprüche über Veronica Ferres' Schauspielkünste, Gesichtsausdrücke und den Film an sich. Wie man es von Twitter gewohnt ist, reihten sich dabei pointierte Anspielungen an schlichte Beleidigungen.

          Veronica Ferres' schauspielerische Fähigkeiten, bei der „Zeit“ mit den drei Ausdrucksmöglichkeiten „trotzig, liebevoll, verletzlich“ umrissen, inspirierten auch Moderator Jan Böhmermann zu einer ebenso bösen wie unterhaltsamen Feststellung.

          Frau Ferres ließ sich von all dem nicht unterkriegen. Artig verabschiedete sie sich am Ende eines großen Fernsehabends von ihren Fans und bedankte sich auch für die „Anregungen“. Unter den 69.000 Fans fanden sich dann auch doch noch ein paar Gnädige.

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