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Loest-Preis für Ines Geipel : Gegen das Vergessen

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Der in Leipzig verliehene Erich-Loest-Preis erinnert an den unbeugsamen Schriftsteller. Mit Ines Geipel ist die Auszeichnung nun an eine ebenso kämpferisch gestimmte Autorin vergeben worden.

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          Ines Geipel bekommt im kommenden Jahr den Erich-Loest-Preis für ihr bisheriges Werk. Die seit 2017 von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergebene Auszeichnung erinnert an den 2013 gestorbenen Schriftsteller Erich Loest, dessen Nachlass die Stiftung verwahrt. Die 1960 in Dresden geborene Ines Geipel floh 1989 kurz vor der Wende aus der DDR und hat in ihren Büchern als ehemalige Spitzensportlerin sowohl das dortige staatliche Dopingsystem als auch andere repressive Strukturen im sozialistischen deutschen Staat aufgearbeitet. Ihr „Archiv der unterdrückten Literatur der DDR“ be­wahrte zahlreiche Schriftsteller vor dem Vergessenwerden und fand seinerzeit die besondere Beachtung von Erich Loest. In ihrem jüngsten Buch, „Schöner neuer Himmel“, widmet sich Geipel Menschenversuchen im Zuge des DDR-Raumfahrtprogramms (F.A.Z. vom 25. Juni). „In all ihren Arbeiten entwickelt sie einen Stil der literarischen Darstellung, der mit eigens geprägter Begrifflichkeit und kulturgeschichtlichem Werkzeug den Phänomenen zu Leibe rückt“, begründet die Jury die Entscheidung für Ines Geipel. Die mit 10 000 Euro dotierte, alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung wird ihr am 24. Februar 2023 auf dem Mediencampus Villa Ida in Leipzig über­geben.

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