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Afghanische Ortskräfte : Eine nationale Schande

  • -Aktualisiert am

Ohne afghanische Hilfe undenkbar: Ein Dolmetscher (2. von rechts) vermittelt an einem Checkpoint mit Polizei und Bürgerwehr. Bild: Picture-Alliance

Deutschland lässt seine afghanischen Ortskräfte im Stich. Wie man anständig mit solchen Helfern umgeht, zeigte einst das römische Kaiserreich: Bürgerrecht und materielle Entlohnung waren selbstverständlich.

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          Die verheerenden Unwetter, die über Deutschland hinweggezogen sind, haben das Los der afghanischen Helfer der Bundeswehr, das noch vor Kurzem die Gemüter erregte, in den Hintergrund treten lassen. Erinnern wir uns: Die deutschen Soldaten zogen sich Hals über Kopf aus Afghanistan zurück und überantworteten die einheimischen Übersetzer, Köche, Fahrer und Handwerker ihrem Schicksal. Die radikalislamischen Taliban, die Rache geschworen haben, bedrohen sie und ihre Familien mit dem Tod.

          In den zuständigen Ministerien hieß es, man werde sich kümmern. Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach gar von einer „tiefen Verpflichtung der Bundesrepublik“, diese Menschen nicht ohne Schutz zurückzulassen. Ein vereinfachtes Aufnahmeverfahren wurde zugesagt. Zwar sind zweieinhalbtausend Visa ausgestellt, aber erst zweihundert Afghanen nach Deutschland gekommen. Dabei beschränkt sich die politische Diskussion auf diejenigen Helfer, die in den vergangenen beiden Jahren für die Bundeswehr tätig waren. Was aber passiert mit den Personen, die vor 2019 die deutschen Interventionskräfte unterstützten und deren Zahl in die Tausende geht?

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