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Wohlfahrt bei Hans-Werner Sinn : Der Ökonom als Lehrmeister aller

  • -Aktualisiert am

Zum siebzigsten Geburtstag hat sich Hans-Werner Sinn eine Lobrede geschrieben. Seine Autobiographie ist die exemplarische Beschreibung eines Ökonomenlebens. Bild: dpa

Die Volkswirtschaftslehre hat Hans-Werner Sinn auf die „Suche nach der Wahrheit“ gebracht. Die Autobiografie des bekanntesten deutschen Volkswirts verrät aber noch mehr. Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Er ist vermutlich der bekannteste Volkswirt Deutschlands. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland, nicht nur im Fach, sondern auch in der weiteren Öffentlichkeit. Dafür sorgen seine in der Regel übersetzten Bücher wie „Kaltstart“ (1991), „Die Basar-Ökonomie“ (2005) und „Das grüne Paradoxon (2008). Es gibt kein Thema, das die Welt bewegt und zu dem sich Hans-Werner Sinn nicht bald breitenwirksam äußerte: Demographie und deutsche Vereinigung, Umweltpolitik und Wohlfahrtsstaat, Migration, Kasino-Kapitalismus und natürlich der Euro. Manchmal ist es auch umgekehrt: ein Thema bewegt ihn und dann schon bald die Welt. Die Target-Falle war so ein Fall.

          Seine Dauerpräsenz in den Massenmedien geht nicht zu Lasten seiner Dauerpräsenz in Fachzeitschriften und Fachverbänden der Volkswirtschaftslehre. Meist ist er dabei in patriotischer Mission unterwegs, um dem unterschätzten deutschen Beitrag Geltung zu verschaffen. Sein wissenschaftliches Œuvre ist sowohl hinsichtlich Qualität als auch Quantität mehr als beeindruckend. Daneben hat er als Wissenschaftsmanager für die Internationalisierung und Verjüngung der deutschen Volkswirtschaftslehre gesorgt, insbesondere während seiner vierjährigen Amtszeit als Präsident des „Vereins für Socialpolitik“, der deutschen Ökonomenvereinigung, die charmanterweise ihren historischen Namen beibehalten hat.

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