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Deutscher Regiepreis : Philosophenviten und Mobbingopfer

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Wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet: Der TV-Regisseur Rainer Erler. Bild: dpa

Der diesjährige Deutsche Regiepreis ging an Margarethe von Trotta für ihre Filmbiografie von Hannah Arendt und an Nicole Weegmann für den Fernsehfilm „Mobbing“. Rainer Erler wurde für sein Lebenswerk geehrt.

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          Bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Regiepreises „Metropolis“ ist Rainer Erler für sein Lebenswerk geehrt worden. Der achtzig Jahre alte Regisseur sei der bedeutendste Autor und Regisseur deutscher Fernsehfilme, begründete die siebenköpfige Jury ihre Entscheidung. Legendär ist sein Stil, politische Problemstellungen in Science-Fiction-Filme zu überführen. Viel beachtet waren etwa der ZDF-Mehrteiler „Das Blaue Palais“ über die Grenzen der Wissenschaft oder der Thriller „Fleisch“, der sich mit dem Thema Organhandel auseinandersetzt.

          Den Preis für die beste Regie eines Kinofilms erhielt Margarethe von Trotta für „Hannah Arendt“, ihrem Film über die große Philosophin. Für den Fernseh-Spielfilm „Mobbing“ nahm Nicole Weegemann die Ehrung für die beste Fernsehfilm-Regie entgegen. „Mobbing“ beschreibt die Krise eines von seiner Chefin gemobbten städtischen Mitarbeiters.  Kai Wessels wurde für die Echtzeit-Serie „Zeit der Helden: Episode 3“ mit dem „Metropolis“  für die beste Serien-Regieleistung ausgezeichnet.

          Die Juroren ehrten die Regiearbeit Inigo Westermeiers in der Dokumentation „Drachenmädchen“ über den harten Drill in der Ausbildung minderjähriger Kung-Fu-Kämpferinnen. Weitere Auszeichnungen nahmen Hermine Huntgeburth in der Sparte Kinder- und Jugendfilm für „Die Abentuer des Huck Finn“, Katharina Dufner  für die größte redaktionelle Leistung in „Tore tanzt“ und Produzentin Nina Maag für „Das Wochenende“ entgegen.

          Seit mittlerweile drei Jahren wird der Deutsche Regie-Preis von dem Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure und der Verwertungsgesellschaft Bild und Kunst verliehen. Dabei stimmen die über 700 Mitglieder darüber ab, wer den mit 50.000 Euro dotierten Hauptreis bekommt.

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