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Deutscher Filmpreis : Schröder sieht deutschen Film nicht in der Krise

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Anlass zu gutem Rat: Verleihung des Deutschen Filmpreises Bild: Deutscher Filmpreis / Askania Media

Der europäische Film solle nicht versuchen, den amerikanischen nachzuahmen. Kanzler Schröder rät zur wechselseitigen Inspiration.

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          Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht die deutsche Filmbranche trotz des niedrigen Marktanteils im Inland und des mangelnden internationalen Erfolgs nicht in der Krise. Was die Filmindustrie, Infrastruktur und das Know-how angehe, seien in Deutschland die Voraussetzungen gegeben, hervorragende Filme zu realisieren, sagte er am Freitag vor der Verleihung der Deutschen Filmpreise in Berlin.

          Schröder warnte davor, sich in Europa zu stark an der amerikanischen Filmindustrie zu orientieren. Es sei „sicher kein guter Weg, einseitig nach Amerika zu schielen oder Hollywood nachahmen zu wollen“, sagte er laut vorab verbreitetem Redetext. Stattdessen sollten sich der europäische und der amerikanische Film gegenseitig inspirieren.

          Tausend Gäste, Preise in sechs Kategorien

          Zur Verleihung der Deutschen Filmpreise am Freitagabend wurden mehr als 1.000 Gäste in der Deutschen Staatsoper Unter den Linden erwartet. Als Favoriten gingen Tom Tykwers „Der Krieger und die Kaiserin“ und Christian Petzolds „Die innere Sicherheit“ in den Wettbewerb um die begehrte Preistrophäe, die in diesem Jahr zum ersten Mal den Spitznamen „Lola“ trägt. Beide Filme waren in vier von sechs Kategorien für den höchstdotierten deutschen Kulturpreis nominiert - unter anderem in den Sparten „bester Film“ und „beste Regie“.

          In der Kategorie „bester Film“ standen auch „Alaska.de“, „Crazy“, „Das Experiment“ und „Gran Paradiso“ auf der Kandidatenliste. Für ihre Leistungen in einer weiblichen Hauptrolle waren Franka Potente („Der Krieger und die Kaiserin“), Julia Hummer („Die innere Sicherheit“) und Katrin Saß („Heidi M.“) nominiert. Um den Preis für den besten Hauptdarsteller konkurrierten Moritz Bleibtreu („Das Experiment“ und „Im Juli“), Marek Harloff („Vergiss Amerika“) und Robert Stadlober („Crazy“). Neben Tykwer und Petzold ist in der Kategorie „beste Regie“ Esther Gronenborn mit „alaska.de“ nominiert.

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