https://www.faz.net/-gqz-7kdt8

Deutsche bei Golden Globes : Chancen für Brühl und Zimmer

  • Aktualisiert am

Daniel Brühl bei den Dreharbeiten zu „Rush“: Ob der Schauspieler bald über einen Golden Globe jubelt? Bild: dpa

Deutsche Schauspieler können auch international mitbieten. Daniel Brühl gehört gerade dazu und die Filmmusik von Hans Zimmer sowieso. Beiden winkt ein Golden Globe - später vielleicht sogar mehr.

          2 Min.

          Daniel Brühl hat Chancen auf einen Golden Globe. Der deutsche Schauspieler wurde am Donnerstag in Beverly Hills für seine Rolle im Formel-1-Drama „Rush“ für die zu den wichtigsten Filmpreisen der Welt gehörende Auszeichnung nominiert. Auch der Deutsch-Ire Michael Fassbender kann sich für seine Rolle in „12 Years a Slave“ Hoffnungen machen. Für die Filmmusik kann der in Kalifornien lebende Frankfurter Hans Zimmer gewinnen. Die Golden Globes werden am 12. Januar vergeben und gelten als wichtiges Barometer für die Oscars.

          Das Geschichtsdrama „12 Years a Slave“ und der Mafiafilm „American Hustle“ gehen als große Favoriten in das Rennen um die goldenen Erdkugeln. Beide Filme wurden für sieben der Auszeichnungen nominiert. „Rush“ hat nur zwei Nominierungen, immerhin neben der von Brühl aber auch die in der Königskategorie bestes Filmdrama. Brühl ist für den Formel-1-Film als bester Nebendarsteller nominiert. Er hat für seine Rolle als Niki Lauda schon mehr Anerkennung bekommen als Hauptdarsteller Chris Hemsworth, der Laudas Rivalen James Hunt spielt. Der Film kam mit dem Untertitel „Alles für den Sieg“ im Oktober in die deutschen Kinos.

          Das Internet ist im Vormarsch

          Für die Musik von „Rush“ ist Hans Zimmer verantwortlich - genauso wie für die von „12 Years a Slave“. Für letzteren Film bekam der in Kalifornien lebende Frankfurter erneut eine Nominierung für die Golden Globes. Zwei gewann er schon, 1995 für „König der Löwen“, 2001 für „Gladiator“. Für ersteren gewann er auch den Oscar. Für „12 Years a Slave“ bekam auch Fassbender seine Nominierung als bester Nebendarsteller. Der Film erzählt die Geschichte eines freien Schwarzen, der vor eineinhalb Jahrhunderten aus dem Norden der USA entführt und in den Südstaaten als Sklave verkauft wurde.

          Daniel Brühl spielt in „Rush“ an der Seite von Chris Hemsworth Bilderstrecke

          Fassbender spielt den grausamen Plantagenbesitzer Edwin Epps. Der Film wurde in der wichtigen Kategorie bestes Filmdrama ebenso nominiert wie Chiwetel Ejiofor als Hauptdarsteller, Lupita Nyong’o als Hauptdarstellerin und Regisseur Steve McQueen. „American Hustle“ ist Mafiafilm, aber auch Groteske. Es geht um einen Kleinkriminellen, der für das FBI einen korrupten Politiker ausspionieren soll. Auffällig ist nicht nur die Liste der Darsteller mit Christian Bale („The Dark Knight“), Bradley Cooper („The Hangover“), Amy Adams („Man of Steel“) und Jeremy Renner („The Hurt Locker“). Kritiker und Filmbesucher sind auch von der Detailtreue begeistert, mit der die 1970er Jahre nachempfunden wurden.

          Bei den Nominierungen für die beste Dramaserie im Fernsehen trifft man auf alte Bekannte. Das hochgelobte „Breaking Bad“ ist ebenso dabei wie „Downton Abbey“, „The Good Wife“ und „Masters of Sex“ über ein Sexualforscherpaar. Zum ersten Mal hat mit „House of Cards“ auch eine Serie Chancen auf den Fernsehpreis, die nie im Fernsehen lief. Das Politikdrama wurde für den Streamingdienst Netflix produziert.

          Weitere Themen

          Das Virus ist viral

          Intellektuelle in der Pandemie : Das Virus ist viral

          Du kannst Google nur fragen, was du schon weißt: Ein Telefongespräch zwischen dem Dramaturgen Carl Hegemann (Berlin) und dem Kulturtheoretiker Boris Groys (New York) über die Infektion des Intellekts im Internet.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.
          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt es nichts Gutes.

          Solidarität mit George Floyd : Gemeinsam gegen Rassismus

          In Deutschland protestieren Zehntausende in mehreren Großstädten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Allein in München gehen mehr als 25.000 Menschen auf die Straße. Auch in anderen Ländern kommt es zu Protesten – entgegen der Empfehlung der Behörden.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.