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Neu am „Tatort”: Martin Wuttke

„Tatort“-Novize Martin Wuttke : Er schlägt den Kragen hoch

Die Theaterbühne war Martin Wuttkes Biotop. Jetzt wagt sich der Schauspieler ins Fernsehen: Als eine Hälfte des neuen Leipziger „Tatort“-Teams gibt er den introvertierten Sonderling neben der quirlig-strahlenden Simone Thomalla.

700 Folgen „Tatort“ : Alle Wege führen nach Leipzig

Am 29. November 1970 lief der erste „Tatort“. Die Episode „Taxi nach Leipzig“ gilt heute als Meisterstück. Seither wurde die Reihe viele Male totgesagt, doch sie ist vitaler und besser als je zuvor.

New York demontiert Roosevelt : Problem-Teddy

Rassistischer „Teddy“ Roosevelt? Die Reiterstatue des Präsidenten vor dem American Museum of Natural History wird abgebaut. Nach dieser Logik müsste Roosevelt auch in anderen Medien gecancelt werden.

Annalena Baerbocks Sprache : Das hat sie nicht auf dem Schirm

Annalena Baerbock ist Kanzlerkandidatin und jetzt auch Buchautorin. Ihr Werk „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ zeigt, dass die Kunst der geschliffenen Rede ihr nicht zu eigen ist.

Reform der Preußenstiftung : Alle reden, einer zahlt

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz soll reformiert werden. Bund und Länder wollen ein „Kollegialorgan“ als neues Leitungsgremium und mehr Autonomie für die Museen. Aber das eigentliche Problem steckt in den Finanzen.

Bericht des Weltklimarats : Kein Kommentar zur Apokalypse

Der Weltklimarat IPCC stellt bald seinen Bericht vor. Erste Angaben sickern immer vorher durch: Achtzig Millionen Hungertote mehr, 410 Millionen Hitzewellen-Opfer. Die Veröffentlichung in Raten ist Absicht.

Asli Erdogan wird verfolgt : Türkischer Justizterror

Die Schriftstellerin Asli Erdogan hat es vorhergesagt, als sie vom Vorwurf der Terrorpropaganda freigesprochen wurde: Die Staatsanwälte würden ihr weiter nachsetzen. Mit Rechtsprechung hat das nichts zu tun.

Nachrichtenagenturen gendern : Hingedrehte Bedeutungen

Sprachliche Genderdebatten verengen Sprachdebatten auf die Diskriminierungsfrage. Dabei bleibt seltsam unerörtert, ob überhaupt Diskriminierungen vorliegen.

Münchner Stadionstreit : Fair geht vor divers

Redlicherweise kann man nicht bestreiten, gegen wen das Zeichen einer buntgestreiften Arena gerichtet wäre. Es hätte der ungarischen Nationalmannschaft signalisiert, dass sie ihr Auswärtsspiel in Feindesland hätte absolvieren müssen.

Die Sonnenwende : Plötzlicher Wonneknick

Eine Ernüchterung zu Sommerbeginn: Schon werden die Tage wieder kürzer, die Nächte länger. Doch diese Mitteilung gehört sich nicht. Warum nicht?

Plattform von ARD und ZDF : Netzwerker

ARD und ZDF verbinden ihre Mediatheken zu einem gemeinsamen „Streaming-Netzwerk“. Damit wollen sie Internetgiganten Paroli bieten. Doch warum paktieren sie dann zugleich mit den Superkonzernen?

Gefräßige Kulturfolger : Käferquartett aus dem Museum

Krabbeltiere auf dem Vormarsch: Im Garten wie im Museum machen Schädlinge sich als lästige Kulturfolger breit. Eine Konservatorin aus England spielt gegen die Plage nun Quartett.

Tatort-Kommissarinnen : Und die Erkenntnis kam beim Bügeln

Es war ein langer, beschwerlicher Weg, bis die weiblichen Kommissarinnen zum „Tatort“ vorgelassen wurden. Inzwischen sieht man sie öfter: starke, einfühlsame, blitzgescheite Frauen, die jedoch ihr Privatleben allein und kinderlos bestreiten müssen.

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  • Endlich frei: Götz George in „Tatort: Der Fall Schimanski”

    Schimanskis Abgang (1991) : Kein Bock mehr

    Die Schimanski-Saga als Entwicklungsroman: Der Mensch ist zur Freiheit geboren, muss aber erst genug gelitten haben, um tun zu dürfen, was er will. Dirk Schümer über den Tag, an dem Götz George den „Tatort“-Dienst quittierte.
  • „Tatort“-Klassiker „Reifezeugnis“ (1977) : Vergeblicher Gang ins Wasser

    Ein Studienrat beginnt eine Liaison mit einer siebzehnjährigen Schülerin, die mit einem Totschlag endet: Wolfgang Petersens „Reifezeugnis“ mit der jungen Nastassja Kinski gilt als eine der besten aller „Tatort“-Folgen. Die F.A.Z.-Kritik aus dem Jahr 1977.
  • Rückblende in Schwarz-Weiß: Die Stadtpolizisten Hubi (Thomas Unger) und Bernie (Christoph Bach) auf Streife

    „Tatort“ in Schwarz-Weiß : Herausgefallen aus Zeit und Farbe

    Der Münchner „Tatort“ geht einen Schritt zurück und lässt seine Kommissare in Schwarz-Weiß-Bildern im Prostituiertenmilieu ermitteln. Gegen die Anordnung des Programmdirektors, doch mit einem brillanten Ensemble und einem sehenswerten Ergebnis.
  • Das neue Tatort-Team bei der Arbeit: Felix Klare (links) und Richy Müller

    SWR-Tatort : Ich habe nie einen Fernseher besessen

    Der eine kennt den „Tatort“ von Kindesbeinen an, der andere gar nicht: Warum Richy Müller und Felix Klare die neuen Kommissare des SWR in Stuttgart geworden sind.
  • Fernsehen : Funkelnd: Zum Tode von Peter Schulze-Rohr

    Die deutsche Fernsehzunft hat einen ihrer Großen verloren. Peter Schulze-Rohr, der Miterfinder der „Tatort“-Reihe, hat dem deutschen Fernsehfilm Meilensteine gesetzt und zu hohem Rang verholfen. Ein Nachruf von Michael Hanfeld.
  • Macht Schluss: Dietz-Werner Steck als Kommissar Bienzle

    Bienzles letzter Fall (2007) : Er geht, einfach so

    Der SWR-Kommissar Bienzle verabschiedet sich ganz leise. Sein fünfundzwanzigster Fall wird zwar gelöst - aber von Erleichterung ist keine Spur. Mit Dietz-Werner Steck tritt der letzte „Local Hero“ der „Tatort“-Reihe ab.
  • „Tatort”-Star Ulrike Folkerts, fotografiert von Herlinde Koelbl

    Fernsehkommissarinnen : Die eine schießt, die andere nicht

    Im deutschen Fernsehkrimi herrscht annähernd Geschlechtergleichheit. Das war lange Zeit ganz anders. Eine Ausstellung huldigt den Kommissarinnen des deutschen Fernsehens - von Lena Odenthal bis Bella Block.