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Zukunft der Buchkultur : Die Krise des Lesens

Bei vielen bleibt das Bücherregal leer. Aber sie lesen trotzdem. Bild: Mart Klein und Miriam Migliazzi

Das Interesse an Texten ist größer denn je. Trotzdem werden weniger Bücher verkauft. Die digitale Lektüre verändert unsere Aufnahmefähigkeit. Das hat Folgen.

          6 Min.

          Die Leute lesen immer weniger, sagen die einen. Nein, sagen die anderen, die Leute lesen den ganzen Tag. Sie lesen nur eben oft nicht Druckerzeugnisse, sondern Websites, Whatsapps, Facebook-Einträge, Tweets und Instagram-Kommentare. Das ist kein richtiges Lesen, versetzen Dritte, denn es ist kurzatmig und vergleichsweise unkonzentriert.

          Jürgen Kaube
          Herausgeber.

          Aber was ist denn, hält man dagegen, mit Leuten, die der italienischen Romanautorin Elena Ferrante Band für Band über Tausende von Seiten gefolgt sind, was ist mit den Kindern, die sieben Bände mit Harry Potter durchlebt haben, mit den Fans von historischen Romanen, die unter fünfhundert Seiten kaum ausgeliefert werden, oder mit denen, die gar nicht genug von den Selbsterkundungswälzern des Norwegers Karl Ove Knausgard bekommen konnten? Alles Einzelfälle, lautet die Antwort, der Trend aber geht weg vom Buch.

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