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EU-Urheberrechtsnovelle : Das ist der perfekte Shitstorm

  • -Aktualisiert am

Und alle hetzen hinterher: „Der Algorithmus“ von Carsten Dörr, frei nach Paul A. Webers Illustration „Das Gerücht“. Bild: Carsten Dörr

Bei Youtube wird zum Angriff auf die Novelle des Urheberrechts der EU geblasen. Die Auseinandersetzung ist hysterisch. Sie erfasst vor allem die Jungen, die sich vornehmlich über die Plattform informieren. Ist das eine Blaupause für politische Debatten der Zukunft? Ein Gastbeitrag.

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          „Im Moment bekommen wir auf diesem Kanal rund 1500 Abonnenten – pro Tag“, freut sich der Jurist und Youtube-Kanal-Betreiber Christian Solmecke auf seinem letztwöchigen Video zum Artikel 13 der Urheberrechtsnovelle des Europaparlaments. Die Strategie des Rechtsanwalts, der Partner der Kölner Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke ist, geht auf. Solmecke betreibt einen Youtube-Kanal, auf dem er so wichtige Rechtsfragen wie „Darf ich im Hotel Liegestühle reservieren?“ oder „Darf ich Striche auf dem Bierdeckel wegkratzen?“ erörtert. Er ist mit mehreren skandalisierenden und polemisierenden Beiträgen auf einen Kritikerzug zur aktuellen EU-Urheberrechtsnovelle aufgesprungen, der mit voller Geschwindigkeit Richtung Shitstorm rast.

          Im letzten Beitrag zum Thema kommentiert Solmecke eher einseitig, wie EU-Politiker auf Kritiker der Urheberrechtsnovelle reagiert haben. Geschmückt wird der Beitrag mit einem Vorschaubild, das den Juristen mit ausgestrecktem Mittelfinger zeigt. Solmecke echauffiert sich da über Aussagen insbesondere des Berichterstatters der Urheberrechtsnovelle, Axel Voss (EVP/CDU), dem wohl der Mittelfinger zugedacht ist*. Lohn für die Komposition aus Vorschaubild und Kommentar: stattliche 665.000 Klicks auf Youtube in nur einer Woche.

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