Wissenschaft im Krieg :
Das Kontaktverbot spielt Putin in die Hände

Von Julia Herzberg
Lesezeit: 3 Min.
Für russische Studierende kann die Teilnahme an Protesten gegen den Krieg gravierende Folgen haben.
Der DAAD hat sich korrigiert, trotzdem preschen Bundesländer und Universitäten vor. Die wissenschaftliche Kooperation mit Russland muss weitergehen. Ein Gastbeitrag.

Deutsche Universitäten und Wissenschaftsministerien sollten nicht Putins Ziele der Abschottung verwirklichen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führt dazu, dass mit der Forderung nach weitgreifenden Sanktionen auch die wissenschaftlichen Kontakte mit Russland infrage gestellt werden. Nach Protestbriefen vieler Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) am 1. März seine Entscheidung rückgängig gemacht, den wissenschaftlichen Austausch mit Russland vollkommen auszusetzen. Der DAAD erkenne an, dass russische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende in keiner Weise pauschal Verantwortung für den russischen Angriffskrieg in der Ukraine tragen.

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