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Ruhrgebiet als Weltkulturerbe : Auch die Vergangenheit kann Zukunft verhindern

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Aber eine Zukunft entsteht noch lange nicht allein deshalb, weil man das Vergangene bewahrt.: Zeche Zollern II/IV. Bild: Picture-Alliance

Klingt gut, löst aber keine Zukunftsaufgaben: Warum die Ernennung zum Weltkulturerbe dem Ruhrgebiet nicht viel helfen würde. Ein Gastbeitrag.

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          Stefan Berger, Historiker und Direktor des Instituts für sozialen Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum, hat sich an dieser Stelle für die Idee stark gemacht, die industriekulturelle Landschaft des Ruhrgebiets als Ganzes auf die Welterbeliste der UNESCO setzen zu lassen. Der Autor argumentierte dabei nicht nur mit der Einzigartigkeit der reichhaltigen und verdichteten Industrielandschaft an der Ruhr. Vielmehr behauptet er, dass die Industriekultur – für viele Ausweis einer vergangenen industriellen Epoche – per se angereichert sei mit Zukunft. Denn Werte wie Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien nicht nur für die Vergangenheit prägend gewesen, sondern sollten es auch für die Zukunft sein.

          Er scheut sich dabei nicht, auch die noch aus den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts bekannten heftigen Arbeitskämpfe in Duisburg und anderswo als Argument für die Zukunftsorientiertheit des Niedergangs zu bemühen: Schließlich hätten die Arbeiter damit jenen sozialen Ausgleich erkämpft, der Verwerfungen wie in anderen ehemaligen Industrieregionen der Welt verhindert hätte.

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