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Tier- und Naturrechte : Mutter Erde als Rechtsperson

  • -Aktualisiert am

Der Dodo weiß: Der Anthropozentrismus ist unüberwindbar. Aber das heißt nicht, dass er nicht anpassungsfähig wäre. Bild: picture alliance / Mary Evans Picture Library

Ökosysteme, Klima und Tiere benötigen umfassenden Schutz. Doch lässt sich die Natur nur retten, indem wir Tieren und Pflanzen Rechte verleihen? Die Forderung nach einem Klagerecht für die Natur hat einen blinden Fleck.

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          Im siebzigsten Jahr seines Bestehens hat das Bundesverfassungsgericht der Sicherung und Entfaltung grundrechtlich verbürgter Freiheit den potentiell größten Schub seit dem Lüth-Urteil aus dem Jahre 1958 gegeben. Damals hob das Karlsruher Gericht die Grundrechte in den Rang einer objektiven Werteordnung. Mittelpunkt dieses Wertesystems, so lässt sich in dem Lüth-Urteil nachlesen, sei die „innerhalb der sozialen Gemeinschaft sich frei entfaltende menschliche Persönlichkeit und ihre Würde“.

          Das Gericht bestätigte und stärkte damit die Grundintention der Väter und Mütter des Grundgesetzes, den Menschen und seine Freiheit in den Mittelpunkt der Verfassungsordnung zu stellen. Mit seinem Beschluss zum Klimaschutz hat das Gericht die freiheitlich-anthropozentrische Prägung des Grundgesetzes intensiviert, indem es den Freiheitsschutz räumlich wie zeitlich ausdehnte. Die Grundrechte gelten demnach nicht nur im Hier und Jetzt. Sie verpflichten den Staat auch zur Schonung künftiger Freiheit vor den Folgen des Klimawandels.

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