Freihandelsabkommen :
Niemand hört den Widerstand gegen TTIP

Von Evgeny Morozov
Lesezeit: 4 Min.
Auch in Thinktanks sagen die Unternehmen, wohin es gehen soll. Diese Demonstranten spielen in der TTIP-Debatte jedenfalls keine Rolle.
Auch nach der TTIP-Resolution wird der Widerstand gegen das Abkommen nicht abreißen. Dennoch spielen neoliberale Thinktanks Datenschutz gegen Wirtschaftswachstum aus. Die Proteste der Bürger werden nicht gehört.

Alle Augen richteten sich gerade auf Griechenland, als das Europäische Parlament jüngst eine unverbindliche Resolution zum umstrittenen Freihandelsabkommen (TTIP) mit den Vereinigten Staaten verabschiedete. Sofern ratifiziert, würde TTIP – neben dem Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TISA) und dem Transpazifischen Freihandelsabkommen (TTP), über die ebenfalls verhandelt wird – dazu führen, dass Unternehmen kaum noch Vorschriften von staatlicher Seite befürchten müssten. Wie nicht anders zu erwarten, stoßen alle drei Abkommen auf heftigen Widerstand.

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