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Umweltaktivist Roger Hallam : Wie steht „Extinction Rebellion“ zum Holocaust?

  • -Aktualisiert am

Ein Demonstrant in Düsseldorf hat das Zeichen der „Extinction Rebellion“ auf sein Gesicht gemalt. Bild: dpa

Roger Hallam, Gründer der Klimaschutzbewegung „Extinction Rebellion“, vertritt antisemitische Thesen. Was bedeutet das für die Bewegung in Deutschland, und wie weit reichen die Verbindungen zur britischen Fraktion?

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          Seit Roger Hallam, der Gründer der Klimaschutzbewegung „Extinction Rebellion“, den Holocaust gegenüber der „Zeit“ als „fast normales Ereignis in der Menschheitsgeschichte“ relativierte und seine antisemitischen Äußerungen im Interview mit dem „Spiegel“ und der F.A.S. wiederholte, hat die Bewegung ein Problem mit ihrer Führungsriege. Auch andere prominente Figuren der Graswurzelbewegung, die durch zivilen Ungehorsam eine Wende in der Klimapolitik erreichen möchte, vertreten fragwürdige Thesen und bemühen pseudohistorische Vergleiche, wie die Autorin Jutta Ditfurth in der Dezemberausgabe der Zeitschrift „konkret“ belegt.

          Rupert Read etwa, der Sprecher von XR Großbritannien, möchte „menschliche Methoden finden, um die menschliche Population zu reduzieren“ und fordert angesichts eines Klimanotstands eine „Kriegsmobilisierung wie 1939/40“. Auch Gründungsmitglied Gail Bradbrook stellt sich eine „Kriegswirtschaft“ vor, da nur eine solche das Überleben der Menschheit retten würde. Bradbrook ist außerdem Vorsitzende der Kapitalgesellschaft Compassionate Revolution Limited. Laut Ditfurth wird dort entschieden, wer für welche Aktionen wie viel Geld bekommt. Das lässt Zweifel an der Selbstbeschreibung als dezentraler, basisdemokratischer Struktur aufkommen.

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