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Manipulation via Social Media : Wie Geheimdienste Gefühle und Gedanken angreifen

  • -Aktualisiert am

Der Begriff „Desinformation“ stammt vom KGB, der nun für Russlands Präsident Putin ermittelt. Bild: Reuters

So ein Vorurteil ist schnell bestärkt, ein wachsender Hass leicht zu schüren: Die Mechanismen der sozialen Medien spielen eine wesentliche Rolle bei Desinformationskampagnen der Geheimdienste.

          10 Min.

          Konflikte im digitalen Raum werden zwangsläufig mit Informationen ausgetragen. Eine essentielle Komponente von Stuxnet war die Manipulation der Informationen, die auf den Monitoren in der Urananreicherungsanlage von Natanz erschienen. Den Bedienern der Anlage wurde vorgegaukelt, dass alles in Ordnung ist, dass sich die Zentrifugen normal verhalten und keine Gefahr droht. Die Mitarbeiter hatten keinen Grund, den Grafiken und Zahlen auf ihren Computerbildschirmen zu misstrauen – und bemerkten den Angriff erst, als es zu spät war.

          Es ging ihnen damit nicht anders als vielen anderen Menschen, die ihre Informationen aus oder vermittelt durch vernetzte digitale Systeme beziehen. Die Manipulation dessen, was der Gegner für die Wahrheit hält, was er glaubt, was seine Sicht der Welt ist, also die Grundlage seiner Entscheidungen und Prioritäten, ist ein altes und gern genutztes Mittel in Auseinandersetzungen. In Cyberkonflikten finden Täuschungsmanöver und Desinformationskampagnen auf vielen Ebenen Anwendung.

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