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Luxusimmobilien : Schöner Wohnen für acht Millionen Euro

Blick auf die Skyline: Der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist angespannt Bild: Engel & Völkers

Luxus geht immer: Die Reichen entdecken während der Pandemie ihr Badezimmer neu. Und die Normalverdiener? Über einen Markt, der hart umkämpft ist und nur wenige Gewinner kennt.

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          Die Luxuswohnung könnte ihm gehören, so selbstverständlich betritt er sie. Als würde er hier leben, in bester Frankfurter Westendlage, schwindelerregend hoch mit Blick auf die Skyline und bis in den Taunus. Bei schönem Wetter natürlich. Bei schlechtem entspannt man in der Sauna. Amin Aschdjai-Benissi, einnehmendes Wesen, dreiteiliger Anzug, steirischer Dialekt, ist Verkaufsleiter bei Engel & Völkers. „Das Schmuckstück kostet 8,25 Millionen“, sagt er. Licht flutet das Appartement im zehnten Stock des Onyx-Turms. Es ist die teuerste Wohnung, die Engel & Völkers in Frankfurt je im Angebot hatte. „463 Quadratmeter, loftartiger Wohn- und Essbereich, vier spektakuläre Terrassen, drei stilvolle Bäder, ein komfortabler Wellnessbereich samt geräumiger Klafs-Sauna und bequemer Bofi-Badewanne“, heißt es im Exposé, das nicht an Adjektiven spart.

          Melanie Mühl
          Redakteurin im Feuilleton.

          Die durchschnittliche Wohnfläche je Einwohner beträgt hierzulande 47 Quadratmeter. Nach dieser Rechnung passen ins Frankfurter „Schmuckstück“ etwa neun Menschen. Für den Nachmittag hat sich ein Interessent aus Dubai mit seiner Frau angekündigt. Das Paar verbringt hin und wieder geschäftlich Zeit in Frankfurt, zwei, drei Wochen im Jahr, in denen es nicht in einem Hotel schlafen, sondern ein Zuhause haben möchte.

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