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Friedliche Revolution von 1989 : Die Abwanderung bestärkte den Protest

  • -Aktualisiert am

Rosen stecken in Berlin bei der Gedenkveranstaltung für die friedliche Revolution in der DDR 1989 an der Gedenkstätte Berliner Mauer in einem Spalt. Bild: dpa

Den Oppositionsgruppen der DDR ging es nicht darum, die Massen zu mobilisieren. Es mussten erst verschiedene Entwicklungen aufeinandertreffen, um die friedliche Revolution einzuleiten. Ein Gastbeitrag.

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          Die Arbeit am Mythos geht weiter. Nun also haben wir alle – radikale Widerständler, ehemalige Verteidiger des Systems, Unbelehrbare, Kaffeetrinker und Bonbonlutscher – das Ende der DDR herbeigeführt. Bislang wurde uns erzählt, die Mehrheit der Bevölkerung habe hinter der Gardine gestanden und abgewartet. In einem allerdings konvergieren die Erzählungen: dass eine kleine Gruppe von Oppositionellen dem Protest der Massen den Weg gebahnt habe. An „seiner Spitze“ standen „die Leipziger oppositionellen Gruppen“, die den Protest von der Kirche auf die Straße trugen.

          Dass nicht nur das Erleben, sondern vor allem auch die Erinnerungen vielfältig und widersprüchlich sind, gehört zur Geschichte. Und doch lohnt sich ein genauer Blick. Denn so wichtig die Oppositionsgruppen waren, so sollte darüber nicht vergessen werden, dass der Massenprotest eben nicht von ihnen ausging, sondern dass externe Faktoren und die Möglichkeit zur Ausreise viel entscheidender für die friedliche Revolution waren. Richtig ist freilich auch, dass Oppositionelle unterschiedliche Wege gingen.

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