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Ansprüche der Hohenzollern : Ein Streit um Preußens Bart

Hier hat der Ex-Kronprinz Wilhelm von Preußen gewohnt, bevor die Rote Armee in seinem Vorgarten ihren Stern pflanzte: Schloss Cecilienhof in Potsdam Bild: dpa

Die Besitzansprüche der Hohenzollern sind zum Zankapfel der Parteien geworden. Dabei steht nicht das Ansehen des ehemaligen Kaiserhauses, sondern die Freiheit der staatlichen Geschichtsmuseen auf dem Spiel.

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          Am kommenden Mittwoch berät der Kulturausschuss des Bundestages über die Forderungen des Hauses Hohenzollern an den Staat. Die sechs Parteien haben bislang sieben Sachverständige für die Anhörung nominiert. Zwei von ihnen haben Gerichtsgutachten zu dem Fall verfasst: Peter Brandt, der für die Linke, und Stephan Malinowski, der für die Grünen antritt.

          Andreas  Kilb

          Feuilletonkorrespondent in Berlin.

          Die CDU hat den hohenzollernfreundlichen Theologen Benjamin Hasselhorn und zwei Vermögensrechtsanwälte berufen, die SPD die Wirtschaftshistorikerin Stefanie Middendorf und den Generaldirektor der von den Besitzansprüchen der Familie am stärksten betroffenen Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Christoph Martin Vogtherr. Experten der AfD und der FDP fehlen auf der Liste. Der AfD ist, wie man hört, ein ungefragt nominierter Preußenhistoriker wieder abgesprungen, die Liberalen halten sich bedeckt. Beide Parteien haben ihre Unterstützung für die Verhandlungslinie der Hohenzollern öffentlich bekundet.

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