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FAZ Plus Artikel Geplantes Le-Corbusier-Museum : Ehrung eines Antisemiten

Bedeutend und umstritten: Le Corbusier, hier im Jahr 1930 Bild: Ullstein

In Poissy bei Paris soll ein Museum für Le Corbusier entstehen. Intellektuelle, die die faschistische Vergangenheit des Architekten aufdeckten, empören sich.

          „Die Regierung kann nicht gleichzeitig den Antisemitismus bekämpfen und das Werk eines Antisemiten unterstützen", heißt es in dem Artikel, mit dem französische Intellektuelle – unter ihnen Universitätsprofessoren und Architekten, eine Feministin und ein Filmregisseur – in „Le Monde“ gegen ein Museum für Le Corbusier protestieren. Geplant ist es in Poissy bei Paris, wo der Schweizer Le Corbusier, der zu den bedeutendsten und umstrittensten Architekten der Moderne zählt, die Villa Savoye gebaut hatte, die heute eine Unesco-Welterbestätte ist. Zu Beginn des Jahres wurde im Stadtzentrum des Orts schon eine Corbusier-Skulptur des russischen Bildhauers Andrej Tyrtyshnikov installiert.

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Die Enthüllungen über Le Corbusiers Vergangenheit gehen auf den Genfer Schriftsteller und Architekten Daniel de Roulet zurück. Er hat den Protest mitinitiiert: „Le Corbusier war das Vorbild meiner Generation, der Achtundsechziger“, sagt er. Um die Jahrtausendwende bekam er von der Verbandszeitschrift der Schweizer Architekten den Auftrag, eine Würdigung zu schreiben. Er las Le Corbusiers Briefe: „In den vierziger Jahren kamen sie aus Vichy. Seine Anwesenheit in der Hauptstadt der Kollaboration wurde damit erklärt, dass ein Architekt, der bauen will, Opportunist sein muss. Ich begab mich vor Ort und entdeckte eine ganz andere Realität. Le Corbusier hatte ein Büro in der Nähe von Pétain. Er teilte den Alltag der regierenden Faschisten und verfasste Schriften, die ihn als fanatischen Sympathisanten ausweisen. Le Corbusier war ein übler Antisemit.“

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          Im Ort, in dem jetzt das Museum entstehen soll: Die Villa Savoye in Poissy Bilderstrecke

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