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Caroline Sommerfeld in Köln : Wer ist deutsch?

Sagt mal, wo kommt ihr denn her? Schlumpfansammlung in Wuhan im September 2013 Bild: ChunaFotoPress/Picture-Alliance

Caroline Sommerfeld erklärt sich in Köln. Menschen sind keine Schlümpfe, weiß die neurechte Philosophin mit komplexem Verhältnis zum Wort „Fremdkörper“. Am Ende der Diskussion keimt ein schrecklicher Verdacht.

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          Über „Die neue Rechts-Links-Kommunikation“ wird in der Kölner Kunsthochschule für Medien gesprochen. Gegenüber der Presse streicht der Veranstalter es als etwas Besonderes aus, dass die Veranstaltung überhaupt stattfindet. Denn auf dem Podium sitzt Caroline Sommerfeld, verheiratete Lethen, die mit Martin Lichtmesz das Buch „Mit Linken leben“ verfasst hat. Sommerfeld und Lichtmesz sind Intellektuelle, die, wenn es nach Hilfsverfassungsschützern im Kulturbetrieb geht, noch nicht einmal zu den riesigen Hallen der Frankfurter Buchmesse Zutritt erhalten sollen. Soeben sind in Wien die beiden Söhne von Caroline Sommerfeld und Helmut Lethen von der Waldorfschule verwiesen worden – wegen der politischen Ansichten der Mutter. Kinder werden wegen Gefährlichkeit der Eltern von Altersgenossen separiert: eine Grausamkeit, wie man sie nur aus Diktaturen kennt.

          Patrick Bahners
          Feuilletonkorrespondent in Köln und zuständig für „Geisteswissenschaften“.

          Sommerfeld wird auch in Köln zu dieser Maßnahme befragt. Sie verwendet in diesem Zusammenhang zum zweiten Mal am Abend das Wort „Fremdkörper“: „Es ging darum, dass die Schule sich davon säubern musste, dass ich ein ideologisch nicht ins System passender Fremdkörper bin.“ Die biologische Metapher bezeichnet hier einen sozialen und kognitiven Sachverhalt: einen prinzipiellen Dissens in einem durch Einstellungen geprägten, kulturbürgerlichen Milieu. Sommerfeld erwartet, dass sie als Mitglied der Elternschaft der Waldorfschule trotz wechselseitiger geistiger Fremdheit toleriert werden müsste. Mit Recht: Es ist nicht bekannt geworden, dass sie ihren Söhnen etwa eingeredet hätte, sich gegenüber Flüchtlingskindern in der Klasse abzugrenzen.

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