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Beethoven-Jubiläum : Leben im Widerspruch

  • -Aktualisiert am

Das Genie als junger Mann: Beethoven-Büste des Künstlers Franz Klein, zu sehen in der Ausstellung in der Bundeskunsthalle. Bild: dpa

Die große Bonner Beethoven-Ausstellung zeigt den Künstler in all seinen Facetten, als Menschen seiner Epoche. Und verneigt sich ein wenig ungelenk vor ihm.

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          Vielleicht ist es ja eine huldvolle Erdung, wenn die größten Genies in der Erinnerung auf wenige simple Merkmale reduziert werden, auf Eierkopf und Segelkragen (Shakespeare), Zopf und Nase (Schiller) oder Zunge (Einstein). Ludwig van Beethoven ist heute vor allem: Frisur. Oder eben Nicht-Frisur, eine ungebändigte Mähne, die uns noch aus dem stilisierten Emblem, mit dem die „Beethovenstadt Bonn“ sich ziert, löwenstolz entgegenwuschelt.

          Wie der Künstler zu seiner Imago kam, lässt sich in der Bonner Bundeskunsthalle nachvollziehen. Frühe Darstellungen zeigen einen adretten Jüngling, der sich in Wien etablierte. Dann sieht man den selbstbewusster werdenden Mann leicht derangiert im Kaffeehaus.

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