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Woodstock und Mondlandung : Eroberer ohne Grund

Als es zu regnen begann, ging der Spaß erst richtig los: Schlammtanz mit Rhythmusgruppe beim Woodstock-Festival vor fünfzig Jahren. Bild: Getty

Als zusammenwuchs, was nicht zusammengehörte: Die Mondlandung und das Woodstock-Festival dokumentierten 1969 die Spaltung Amerikas. Dann sickerte der Geist der Gegenkultur in den Mainstream.

          Die Pläne, fünfzig Jahre nach dem Woodstock-Festival in White Lake nahe Bethel im Staat New York dessen Jubiläum mit Musikern von damals und heute wiederum mit einem „Woodstock 50“ genannten Konzert zu feiern, wurden nun endgültig beerdigt. Die Entscheidung war angesichts zahlloser Absagen möglicher Veranstaltungsorte wie auch von vorübergehend fest gebuchten Musikern (unter ihnen Jay Z, Santana und Miley Cyrus) keine große Überraschung. Was noch zu retten ist von dem Gedenkereignis im Geist von damals mit hochbezahlten Weltstars, alten wie jungen? Vielleicht einzig, dass einige Musiker und Agenten dem Aufruf der erfolglosen Veranstalter folgen und zehn Prozent ihrer Gagen, die sie bereits erhalten haben sollen, an eine Initiative zur Wählerregistrierung spenden. Oder auch an eine andere NGO, die sich um Werte verdient macht, um die es damals ging: Frieden, soziale Veränderung, Mitgefühl und Toleranz und „die Schönheit, die in unserer Unterschiedlichkeit liegt“, so ungefähr formulierte es Michael Lang, Mitproduzent des Festivals damals wie heute. Aber dass Langs Aufruf gehört wird, ist keineswegs sicher, und an wen genau er sich richtet, ebenfalls nicht.

          Verena Lueken

          Redakteurin im Feuilleton.

          Was in jenen Tagen vom 15. bis zum 18. August 1969 seinen tosenden Ausdruck fand – von der sexuellen Befreiung aus repressiven Klischees und Tabus über ein Bewusstsein von der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen bis zum Traum von einer Gesellschaft ohne Hierarchien nach Hautfarbe und Geschlecht – ist auch ohne Gedenkkonzert und Spenden entweder längst Teil der amerikanischen Kultur geworden, wirksam bis in den Alltag hinein, oder seit langem ein Posten im Forderungskatalog von gewählten Politikern aus dem Establishment, deren Vorgänger in Woodstock den Teufel am Werk sahen und die heute nicht mehr nur weiß und nur männlich sind wie damals.

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