https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-spricht-fuer-die-foerderung-von-kunst-in-der-pandemie-17120329.html

Performance einer chilenischen Theaterkompanie in Santiago, die finanzielle Hilfsmaßnahmen für Künstler während der Pandemie fordert Bild: dpa

Kunst in der Pandemie : Rettet, was unser Land leuchten lässt!

  • -Aktualisiert am

Worauf beruft sich die Kunst, um sich von Fitnessstudios, Spielhallen und Wettannahmestellen abzuheben? Und was kann zur Förderung der Künstler, zur Sicherung ihrer Existenz geschehen? Ein geschichtlicher Streifzug.

          7 Min.

          Den Künstlern geht es nicht gut in Pandemiezeiten. Mit dem Winter ist die Kälte gekommen; öffentliche Veranstaltungen und Tourneen können kaum mehr stattfinden. Auch geschlossene Räume unterliegen strengen Hygieneregeln: nur noch kleine Abstandskonzerte in großen Hallen, Theater mit wenig Publikum, Einzelbesuche in Museen mit kontrolliertem Ein- und Auslass, Buchpräsentationen vor wenigen geladenen Gästen. Die geförderte Kunst leidet sehr, kann sich aber an manchen Stellen noch in Kurzarbeit retten. Frei- und Einzelschaffende ohne geregeltes Einkommen dagegen stehen bereits jetzt vielfach vor dem Aus.

          Ist die Kunst noch mächtig? Ist sie etwas Eigenes, Unverwechselbares? Oder gehört sie, wie es heute häufig in der Verwaltungssprache heißt, als „Vergnügungs- und Freizeitgestaltung“ in eine Reihe mit Spielhallen, Fitnessstudios, Wettannahmestellen, Spaßbädern? Um das zu klären, muss man ein wenig in die Vergangenheit zurückgreifen. Was hat Kunst früher ausgemacht, was unterschied sie von anderen Dingen? War sie wirklich mächtig – so mächtig, dass man nicht über sie hinwegsehen konnte?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Warmes Wasser aus der Leitung könnte es mancherorts bald nicht mehr durchgängig geben.

          Drohender Gasmangel : Das große Frösteln beginnt

          Warmwasser morgens nur noch bis 8 Uhr, leer gefegte Regale für Brennholz und Kohle: Was der drohende Gasmangel für Verbraucher bedeutet – und wie sich Deutschland für den Winter rüstet.

          Appell der Intellektuellen : Putins nützliche Idioten

          Deutsche Intellektuelle fordern einen Waffenstillstand im Ukrainekrieg und leugnen den Unterschied zwischen dem Aggressor und denen, die Widerstand leisten. Das spielt dem Machthaber im Kreml in die Hände. Ein Gastbeitrag.