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Forschung zur „Langeweile“ : Ode an die Öde

Reizlos verstreichende Zeit: Sie ist schon bei Kindern gefürchtet. Bild: INTERFOTO

Die Menschen entwickeln Strategien gegen Langeweile. Aber was, wenn sie in Wahrheit eine unterschätzte Kulturtechnik ist? Nicht mal die Wissenschaft weiß, was der Leerlauf im Kopf bewirkt. Das macht ihn erst recht interessant.

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          Eine krisensichere Branche der westlichen Welt ist die Bewusstseinsindustrie. Sie reproduziert, verstärkt und kommentiert jene Probleme, die das Bewohnen der Wohlstandsgesellschaften mit sich bringt. Eben noch beispielsweise versprachen Reiseanbieter Erholung durch „Digital Detox“: also den Verzicht auf technische Geräte, um sich wieder aufs Wesentliche zu besinnen.

          Tobias Rüther
          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          In der Corona-Pandemie ist die digitale Versorgung mit Information und Unterhaltung allerdings selbst wesentlich geworden. Eben noch also optimierten die Menschen sich durch Isolation im Offline, jetzt optimieren sie, wie sie in der Isolation am besten online gehen: Streamingdienste für Serien, Hauskonzerte auf Instagram, Videochats.

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