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Europäische Kommission zu KI : Ohne Ethik kann es kein Vertrauen geben

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Für Europa sollte es daher nicht allein darum gehen, wettbewerbsfähig zu sein. Vielmehr sollte unser Ziel sein, durch den verantwortungsvollen Umgang mit KI Vertrauen zu schaffen, sagt Ala-Pietilä. Bild: Picture-Alliance

In Sachen Künstliche Intelligenz müssen Wettbewerbsfähigkeit und ethische Überlegungen Hand in Hand gehen. Europa braucht jetzt Vertrauen im Umgang mit der neuen Technologie. Eine Antwort auf Ranga Yogeshwar.

          Am 18. Dezember 2018 haben wir einen ersten Entwurf ethischer Leitlinien für die Entwicklung, den Einsatz und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Dies war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer innovativen und vertrauenswürdigen KI, die in Europa hergestellt wird. Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der transformativsten Kräfte unserer Zeit. In den vergangenen zehn Jahren wurden dank großer Datenmengen, leistungsfähiger Rechnerarchitekturen und des Fortschritts bei Techniken wie maschinellem Lernen große Fortschritte im Bereich der KI erzielt. Entwicklungen von KI in immer mehr Bereichen – von der Gesundheitsfürsorge über die Mobilität bis zur Cybersicherheit – verbessern unser aller Lebensqualität.

          Die Entwicklung der KI ist kein Selbstzweck, sondern muss dem Menschen dienen. Daher benötigen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der sicherstellt, dass wir die Vorteile der KI für alle maximieren und gleichzeitig ihre Risiken minimieren. Wie alle Technologien kann auch KI eine Reihe von Problemen aufwerfen, die wir angehen müssen, wenn wir unerwünschte Folgen vermeiden wollen. Auch dann, wenn KI verwendet wird, um ein faireres oder objektiveres Ergebnis zu erzielen, und das ist häufig ihr Ziel, kann mangelndes Bewusstsein für ethische Fragen zum Gegenteil dessen führen, was bezweckt ist. Darum bedarf es eines verantwortungsvollen Umgangs mit KI sowohl bei ihrer Entwicklung als auch bei ihrem Einsatz.

          Eine aktive Rolle

          Dieses Ziel vor Augen, hat die Europäische Kommission im Juni 2018 eine Expertengruppe für KI eingesetzt, deren Vorsitzender ich bin, und uns mit der Ausarbeitung von zwei Dokumenten beauftragt. Das erste ist der „Entwurf von Ethik-Leitlinien für KI“. Es zielt darauf ab, einen ethischen Rahmen zu schaffen, in dem KI verantwortungsvoll entwickelt wird. Dieses Dokument haben wir am 18. Dezember der europäischen Öffentlichkeit zur Konsultation vorgelegt. Das zweite Dokument ist an die Kommission gerichtet. In ihm werden wir Empfehlungen für Politik- und Regulierungsmaßnahmen aussprechen, mit denen Innovation und die Akzeptanz von KI gesteigert und die Risiken der Technologie minimiert werden können.

          Damit wir das Potential der KI nutzen und ihre Entwicklung mitgestalten, müssen wir in Europa in allen Bereichen der KI-Anwendung eine aktive Rolle spielen. Nur so können wir in einem sich schnell verändernden Umfeld eine Vorreiterrolle einnehmen. Gegenwärtig können wir jedoch nicht behaupten, so viel in die KI zu investieren, wie andere Regionen der Welt.

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