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Frankfurter Bühnen : Ein Donnerschlag gegen das Stadtparlament

Demokratisches Selbstverständnis: das Glasfoyer des Schauspiels Frankfurt mit den Kupferwolken des ungarischen Künstlers Zoltán Kemény Bild: Kien Hoang Le

Das Landesdenkmalamt hat entschieden, dass ein Teil von Frankfurts Theater-Doppelanlage unter Denkmalschutz gestellt werden soll. Wartet auf die Städtischen Bühnen doch noch ein gutes Ende?

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          Selten trug die Entscheidung eines Denkmalpflegers so viel politischen Zündstoff in sich wie diese: Das Landesdenkmalamt erklärt, dass das Foyer der Frankfurter Theater-Doppelanlage unter Denkmalschutz gestellt werden soll – „aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen“. Damit stellt sich einer von Hessens obersten Landeskonservatoren, Heinz Wionski, mit einem Donnerschlag gegen das Frankfurter Stadtparlament, das erst im Januar den Abriss der 1963 eingeweihten Doppelbühne für Oper und Theater am Willy-Brandt-Platz beschlossen hatte.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Das Landesdenkmalamt springt damit auch jenen Aktivisten bei, die eine mittlerweile von mehr als fünftausend Personen unterschriebenen Petition auf den Weg brachten, um den Komplettabriss zu verhindern. Wie sie argumentiert nun auch Wionskis Amt, dass hier einer „der wichtigsten Nachkriegsbauten der Stadt“ in Gefahr sei, dessen nachts in den Stadtraum hineinleuchtendes Glasfoyer „für das demokratische Selbstverständnis Westdeutschlands nach 1945“ stehe.

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