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Kaffee, kommt sofort: Jordan Claire Robbins (hier mit Colm Feore) spielt in „The Umbrella Academy“ eine Roboterfrau, die gehorsam den Haushalt erledigt und die Kinder aufzieht. Bild: Christos Kalohoridis

Sprachsteuerung und Sexismus : Frauen als dienende Maschinen

  • -Aktualisiert am

„Lass uns Rohre verlegen, mein Schöner!“ „Ich butter’ dir dein Brötchen, du Dreamboy!“ Alexa, Siri, Cortana – virtuelle Assistenten hören auf weibliche Namen und geben sich ausgesprochen devot. Aber warum eigentlich?

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          Der Siegeszug der Sprachsteuerung hat unser Kommunikations- und Sozialverhalten nachhaltig verändert. Man diktiert Siri den Einkaufszettel oder befiehlt Alexa, das Mittagessen in der Mikrowelle aufzuwärmen. Mit virtuellen Assistenten kommt die verloren geglaubte Profession der Gouvernante zurück – mit dem Unterschied, dass die Kammerzofen, Köche, Portiers und Concierges nicht mehr nur in großbürgerlichen Anwesen ihren Dienst verrichten, sondern auch in weniger gut situierten Haushalten (und zuweilen Indiskretionen ihrer Dienstherren ausplaudern).

          Dass das Smart Home die machistische Männer- und Kontrollphantasie einer technisierten Steuergewalt beflügelt, in der man servile, virtuelle Assistenten herumkommandiert, die nicht widersprechen und alles bejahen, hat die feministische Gender- und Internetkritik schon immer befremdet. Zumal die digitalen Diener auf weibliche Namen hören. Siri, Alexa, Cortana – die meisten virtuellen Assistenten sind feminin gegendert. Auch der neutrale Google Assistant spricht mit einer Frauenstimme. 

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