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Diskussion um „Polendenkmal“ : Ein eigener Ort des Gedenkens

  • -Aktualisiert am

1. September 2019: Gedenkfeier des Deutschen Polen-Instituts aus Anlass des 80. Jahrestages des Angriffs deutscher Truppen auf Polen vor den Ruinen des Anhalter Bahnhofs Bild: dpa

Ein Denkmal für viele führt zur Hierarchisierung. Deshalb sollten die polnischen Opfer des Vernichtungskriegs ihre eigene Erinnerungsstätte bekommen. Ein Gastbeitrag.

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          Im Streit um einen neuen Gedenkort in Berlin, der an den Überfall auf Polen und den deutschen Vernichtungskrieg im Osten Europas erinnert, überlagern sich verschiedene Ansprüche und Konzepte. In der vergangenen Woche ist ein Kompromissvorschlag zweier Akteure, des Deutschen Polen-Instituts und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, hinzugekommen. In dem gemeinsamen Vorschlag der beiden Institutionen geht es darum, zwei Projekte zusammenzuführen, die bislang miteinander konkurrieren: den Plan für ein sogenanntes Polen-Denkmal und den Plan für eine umfassendes Dokumentationszentrum der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa.

          Das gemeinsame Papier sieht vor, dass ein zentraler „Platz des 1. September 1939“ als zentraler Ort des Kriegsgedenkens entsteht, auf dem eine „permanente künstlerische Installation“ mit deutscher und polnischer Inschrift errichtet wird. Bei dem Platz soll ein Dokumentationszentrum für alle Opfer der deutschen Besatzungsherrschaft Europas, also auch für Russen, Ukraine, Belarussen und andere geschaffen werden.

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