https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/warum-online-schach-eine-schnelle-grelle-laute-show-ist-17040163.html

Denksport online : Wie Schach im Netz verwildert

Der Norweger Magnus Carlsen bei der Schachweltmeisterschaft 2018 in London Bild: EPA

Schach war einmal ein Refugium für Sonderlinge und gehorchte einer strengen Ethik. Während der Pandemie ist eine schnelle, grelle und lärmende Show daraus geworden – in der auch betrogen wird.

          5 Min.

          Golf lässt sich unter Pandemiebedingungen wunderbar betreiben. Auch Tennis funktioniert. Und bei der Kontaktsportart Fußball akzeptieren wir die Risiken auf Profi-Ebene deshalb, weil sonst eine ganze Sportunterhaltungsindustrie abdanken müsste. Schach dagegen, seit jeher ein Sport mit dem Image des Exklusiven, fällt bei der Covid-Krisentauglichkeitsprüfung durch, ähnlich wie Judo und Chorsingen. Schach muss also leider pausieren.

          Paul Ingendaay
          Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.

          Nicht so schlimm, könnte man denken, Online-Schach als Trainingsmöglichkeit gibt es schließlich schon lange. Den Verzicht auf Atmosphäre, Ernst und das besondere Etwas der körperlichen Realität sind die Spitzenspieler gewohnt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Im Handelssaal der Frankfurter Börse

          Geldanlage : Die seltsame Dax-Erholung

          Deutsche Aktien haben einen Lauf – als hätte es Krieg und Inflationssorgen nie gegeben. Wie kann das sein?