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Schriftstellerin Overath : Gendern? Nicht mit mir

  • -Aktualisiert am

Auch ein Zebrastreifen ist doch nur Schwarzweißmalerei, also reines Klischee. Stört uns das an ihm? Bild: dpa

Niemand sollte gezwungen werden zu gendern – und damit paradoxerweise Geschlechtergrenzen erst zu markieren. Eine Schriftstellerin nimmt Stellung und nennt zwei Gründe.

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          Ich will niemandem böse.

          Ich bin für die Artenvielfalt. Ich liebe Kakadus und Van-Katzen und Dschungarische Zwerghamster und Zebras. Ich liebe es, wenn es anderes und andere gibt.

          Ich will niemandem böse. Aber ich mag nicht gendern.

          Die Gründe sind ganz harmlos: Ich halte das Gendern nicht für nötig. Denn das generische Maskulinum (die all­gemeine Männlichkeitsform) benennt Frauen nicht nur „mit“, es meint Männer wie Frauen gleichermaßen: „Frauen sind die entspannteren Bruchpiloten.“

          Im Deutschen sind alle Plurale weiblich: der Mann, die Männer. Da könnten sich die Männer ja auch nur „mitgemeint“ fühlen in einem weiblichen Kosmos der Vielheit. Zugegeben, der Vergleich ist schief. Aber solche Schieflagen bestimmen die Gender-Diskussion aufs Abenteuerlichste. (Und das könnte manchmal schon wieder lustig sein.)

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