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Virtual Reality und Empathie : Mitgefühl aus dem High-Tech-Labor

Jeder kann ein Baum sein: Virtuelle Realität suggeriert maximale Einfühlung durch maximale Abschottung. Bild: EPA

Das Leben eines Obdachlosen nachempfinden oder einer bedrohten Pflanze beim Wachsen zusehen: Mit Hilfe virtueller Realität soll Empathie ausgelöst werden. Aber was passiert, wenn Technik zum moralischen Konzept umgedeutet wird?

          4 Min.

          Wie fühlt es sich eigentlich für einen Kapokbaum im Amazonas an, ein Kapokbaum im Amazonas zu sein? Ein Baum also, der sehr wahrscheinlich in naher Zukunft abgeholzt wird, weil sich eine gierige Landwirtschaft durch den tropischen Regenwald frisst, weil immer mehr Ölpalm- und Sojaplantagen entstehen und der Tropenholz-Markt boomt.

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          In „Tree“ einem „virtuellen Erlebnis“, das kürzlich beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos gezeigt wurde, „wächst“ der hinter einer Virtual-Reality-Brille von Oculus abgeschottete Nutzer von einem Sämling zu einem Baum, der über die Baumkronenlinie aufsteigt, während sich der Körper gewissermaßen in Äste und einen Stamm verwandelt.

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